"Gegen die scheiß Kanaken etwas tun":
Wirbel um E-Mail von Computer der Grünen
- IP-Adresse vom Verfassungsschutz zurückverfolgt
- Oberösterreich: Landespartei dementiert umgehend
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Ein rassistisches E-Mail, das von einem Computer der Grünen an den als rechtsextrem eingestuften "Bund freier Jugend" (BfJ) verschickt wurde, sorgt in Oberösterreich für Aufregung. Die Landespartei dementierte, der Urheber zu sein, und kündigte eine technische Prüfung sowie rechtliche Schritte an.
"Mein kleiner Bruder ist letzte Woche von drei Kanaken geschlagen worden, ich will in euren Verteiler aufgenommen werden, um gegen die scheiß Kanaken etwas zu tun", lautet die von der Gratiszeitung "Heute" abgedruckte Nachricht, die unter dem Namen "Konrad Freiherr" an die Kontaktadresse des BfJ gesendet worden sein soll. Die IP-Adresse sei vom Verfassungsschutz bis zu den Grünen zurückverfolgt worden, heißt es in dem Artikel. Der mit der Causa befasste IT-Experte der Exekutive sei übrigens Uwe S. gewesen. Das ist jener Datenforensiker, der dem grünen Abgeordneten Karl Öllinger Material über Rechtsextremismus verschafft haben soll und nach Bekanntwerden dieses Vorwurfs suspendiert wurde.
Interesse einer grünen Politikerin?
Das "Kanaken"-E-Mail war bereits vor rund einem Jahr im rechten Mediennetzwerk Altermedia aufgetaucht. Dort wurde über einen Wiederbetätigungsprozess gegen fünf - mittlerweile rechtskräftig freigesprochene - BfJ-Aktivisten berichtet. Einer der Angeklagten habe ausgesagt, dass sich eine "Politikerin der Grünen" in einem E-Mail als potenzielle Interessentin ausgegeben und seine Gruppe "zu Gewalt provoziert" habe, hieß es in dem Artikel.
Man habe sich damals nicht näher mit der Angelegenheit beschäftigt, weil sie ohne Relevanz für den Prozess gewesen sei, hieß es auf aus dem Büro des grünen Landessprechers Rudi Anschober. Nun wolle man aber technische Nachforschungen anstellen, woher das E-Mail stammt. Landesgeschäftsführerin Lätitia Gratzer sprach von einer "Zeitungsente".
(apa/red)
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