Mittwoch, 2. September 2009

Der Glühbirne geht bald kein Lichtlein mehr auf: Seit September schrittweiser Rücktritt

  • Konsumenten fürchten Gesundheitsrisiko - zu Unrecht
  • Zunächst geht's den 100-Watt-Birnen an den Kragen

Seit 1. September ist es soweit. Nun muss die klassische Glühbirne sukzessive das Licht-Feld für Energiespar- und Halogenlampen räumen. Was die österreichischen Konsumenten davon halten? Wenig! Viele von ihnen sind aber auch unzureichend oder gar falsch informiert, was die umweltfreundlicheren Lichtquellen angeht.

Zwei Drittel der Österreicher sagen von sich selbst, dass sie nicht ausreichend über Energiesparleuchten Bescheid wissen. Viele glauben, es gäbe keine Auswahl hinsichtlich der Größe, des Designs und der Lichttöne. Irrtum! Außerdem fürchten einige Konsumenten um ihre Gesundheit - in dem Fall, dass die Lampe zerbricht. Energiesparleuchten enthalten nämlich Quecksilber. Dies allerdings in sehr geringen Mengen: Während die Leuchten zwei Milligramm aufweisen, finden sich in einem Fieberthermometer 150 bis 500 Milligramm. Außerdem kommt der Stoff in den Lampen in Form von Amalgam vor, das erst bei 39°C verdampft.

Der Anfang vom Glühbirnen-Ende
Ab Herbst dieses Jahres werden zunächst die 100-Watt-Glühbirnen wie auch alle Lampen-Modelle mit mattem Glas verboten. Ein Jahr später wird die Produktion der 75-Watt-Birnen gestoppt. 2011 folgen die 60-Watt-Modelle und ab 2012 soll es gar keine klassischen Glühbirnen mehr geben. Schon existierende Lagerbestände dürfen im Übrigen ohne Begrenzung weiterverkauft und verwendet werden. (apa/red)

2.9.2009 11:25