Apple öffnet Käfig des Schneeleoparden:
Neues Betriebssystem ab sofort im Handel
- 64-Bit OS X 10.6 unterstützt erstmals auch Exchange
- Installation nicht mehr auf PowerPC-Macs möglich
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Das neue Betriebssystem Mac OS X v10.6 Snow Leopard von Apple befindet sich ab sofort im Handel. Viele Programme sollen durch die Neuerungen deutlich schneller laufen. Erstmals sind Anwendungen wie Finder, Mail, iCal, iChat und Safari in 64-Bit. Eine der vielleicht wichtigsten Neuerungen aber ist die integrierte Unterstützung der Microsoft-Technik Exchange, die bei Unternehmen der De-facto-Standard für E-Mails ist.
Von der Unterstützung der Microsoft-Technik Exchange, bei Unternehmen der De-Facto-Standard für E-Mails, verspricht sich Apple besonders viel. Entsprechende Accounts lassen sich direkt im Mac-Programm Mail einrichten, die zugehörigen Adressverzeichnisse können im Mac-Adressbuch eingebunden werden. Damit will Apple einen der letzten Gründe streichen, der gegen den Mac-Einsatz im Unternehmen oder im Home-Office spricht.
Zu den sichtbaren Verbesserungen im Detail gehört die Verlegung des Exposés ins Dock: Vor allem auf dem MacBook lässt sich diese Übersicht aller geöffneten Fenster damit schneller anzeigen als bisher. Die im MacOS 10.5 eingeführten Stapel mausern sich zu einem alternativen Dateimanager, da man jetzt wie im Finder durch ihren Inhalt blättern und auch durch die Ordnerstruktur navigieren kann.
64-Bit-Turbo
Die meisten Änderungen aber erfolgten "unter der Motorhaube" - etwa die Ausweitung des 64-Bit-Codes auf fast alle Systemprogramme zur Nutzung von Arbeitsspeicher jenseits der 4-Gigabyte-Schwelle oder die Optimierung des Systems für mehrere Prozessorkerne, von Apple als "Grand Central Dispatch" bezeichnet. Trotz der Erweiterungen belegt MacOS 10.6 mit etwa sechs Gigabyte nur noch halb so viel Platz auf der Festplatte wie bisher. "Snow Leopard" ist darüber hinaus das erste Apple-Betriebssystem der Mac-OS-X-Reihe, das nicht mehr auf älteren Macs mit einem PowerPC-Chip installiert werden kann. (apa/red)
