Krise kostet vielen Firmen Spitzenposition: Boston-Consulting warnt vor Personalabbau
- Jedes zehnte Unternehmen findet zurück in Top-Liga
- Kosten einsparen ohne auf Personal zu verzichten

Nur jedem zehnten Unternehmen, das während einer Krise seine Spitzenposition einbüßt, gelingt der Weg zurück in die Top-Liga. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Boston-Consulting-Group (BCG). Betriebe verpassen laut BCG-Deutschlandchef Christian Veith die Chance zur Erneuerung, weil sie sich zu sehr auf die Kostenreduzierung konzentrieren. "Ein pauschales 'So-viel-wie-möglich' ist wenig hilfreich", sagt Veith der "WirtschaftsWoche".
Eine Erneuerung des Unternehmens dürfe nicht als "rabiate Notfallmaßnahme" betrieben werden, deren "einziger Zweck" es sei, Kosten zu senken, warnt Veith. Nur eine "strategische Restrukturierung, die nachhaltige Wettbewerbsvorteile schafft", führe zum Erfolg. Zwar komme keine umfassende Restrukturierung ohne Personalabbau aus, aber Unternehmen "laufen Gefahr, Know-how und Mitarbeiter zu verlieren, die sie im Aufschwung dringend brauchen".
Konkret empfiehlt Veith Maßnahmen, die Personalkosten einsparen, ohne auf wertvolles "Humankapital" im Unternehmen dauerhaft zu verzichten. Dazu zählen laut Veith "Sabbaticals" ebenso wie Arbeitszeitkonten oder flexible Altersteilzeitregelungen.
(apa/red)

