Die Krise verschlingt 10 Billionen Dollar: Umgerechnet 1.500 Dollar pro Erdbewohner
- Krämer von Commerzbankt: "Unglaubliche Summen"
- Nachwehen der Finanzkrise allerdings im Abklingen

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Die Finanzkrise wird die Weltwirtschaft bis Ende dieses Jahres nach Schätzungen über zehn Billionen Dollar kosten. Wie die "Welt" nun berichtet, kommen die Experten von Commerzbank Research bei ihren Berechnungen auf eine Summe von 10.500 Milliarden Dollar (7.300 Milliarden Euro).
"Wir haben uns in der Finanzkrise zwar an hohe Summen gewöhnt, aber dieser Betrag ist einfach unglaublich", sagte Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Bank. Je Erdbewohner beliefen sich die Kosten damit auf etwas mehr als 1.500 Dollar.
Rund 1.600 Milliarden Dollar Verlust entstanden danach bei Banken durch Abschreibungen und Pleiten. Die Wertverluste an Wohnimmobilien in den USA und Großbritannien, die besonders von der Immobilienkrise heimgesucht wurden, wurden mit insgesamt 4.650 Milliarden veranschlagt. Der aus der Finanzkrise folgende Einbruch der Weltwirtschaft kostete in den beiden vergangenen Jahren zudem rund 4.200 Milliarden Dollar. Die Volkswirte unterstellten dabei, dass die Weltwirtschaft ohne die Krise so stark gewachsen wäre wie im Durchschnitt der vorherigen Jahre.
Obwohl die Kosten der Finanzkrise noch weiter steigen dürften, sei die Zukunft dennoch nicht schwarz zu sehen. Denn inzwischen habe die Weltwirtschaft ihren Sturzflug beendet, sagte Krämer. Die Häuserpreise in den USA fielen nicht mehr und die Banken hätten bereits frisches Kapital in Höhe von 1.300 Milliarden Dollar aufgenommen. Die Krise sei nicht durch, jetzt ginge es aber um normale oder sogar abklingende Schmerzen.
(apa/red)

