Positive Impulse für heimische Wirtschaft: Konjunkturpakete tragen die ersten Früchte
- Maßnahmen wirksamer als in anderen Ländern
- 11,9 Mrd. Euro öffentliche Gelder dämpfen Rezession
·Sozialleistungen kommen Staat teuer
Ausgaben sind in letzten Jahren stark angestiegen
·Alpbach: Appell für Finanzmarkt-Kontrolle
Pessimistischer Abschluss
der "Reformgespräche"
·Weniger Urlaub und Essen in Restaurants
So achten Österreicher auf ihre Geldbörse
·Leitl fordert neues Konjunkturpaket
650 Mio. Euro sollen in
Bau und Gewerbe fließen

Österreich hat mit seinen Konjunkturpaketen und der letzten Steuerreform umfangreichere Wirtschaftsimpulse gesetzt als andere Länder. Insgesamt geben die öffentlichen Haushalte laut einer neuen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (Wifo) insgesamt 11,9 Mrd. Euro zur Konjunkturstabilisierung aus. Dies entspricht 4,2 Prozent des BIP des Jahres 2008. Heuer und 2010 wird der Konjunktureinbruch in Österreich dadurch kumuliert um 2,1 Prozent des realen BIP gedämpft. Knapp die Hälfte dieses Effektes entsteht durch die Konjunkturpakete des Bundes und die Steuerreform.
Weitere 0,4 Prozentpunkte sind demnach auf Maßnahmen der Bundesländer (Infrastrukturinvestitionen und Transfers) zurückzuführen, 0,8 Prozentpunkte auf Konjunkturpakete der wichtigsten Handelspartner Österreichs. Bezogen auf das nominelle Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Jahres 2008 entspricht die Summe der beiden Konjunkturpakete und der Steuerreform 3,5 Prozent, davon die vorgezogene Steuerreform 2,1 Prozent, heißt es in der Expertise von Fritz Breuss, Serguei Kaniovski und Margit Schratzenstaller.
Arbeitslosenquote
Auch für den Arbeitsmarkt sind die Konjunktur-Stimuli positiv: 2009 sichern die nationalen und internationalen Maßnahmen in Österreich 23.500 Personen die Beschäftigung und 2010 dann kumuliert 41.500 Personen. Damit wird die Zahl der aktiv unselbständig Beschäftigten erhöht und der Anstieg der Arbeitslosenquote im kommenden Jahr um 0,7 Prozentpunkte gedämpft. Die Inflation beschleunige sich mäßig, ausgehend von sehr niedrigem Niveau. Zudem wird sich durch die fiskalpolitischen Maßnahmen 2010 der Budgetsaldo um 0,5 Prozent des BIP verschlechtern.
Konjunkturpakete
Die Konjunkturpakete I und II sowie die von 2010 auf 2009 vorgezogene Steuerreform brachten kurz gefasst folgendes: eine Ausweitung der Infrastrukturinvestitionen um 1,435 Mrd. Euro kumuliert 2009 und 2010, eine Senkung der Finanzierungskosten der Unternehmen um 2,080 Mrd. Euro, eine Erhöhung der verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte um 5,953 Mrd. Euro sowie eine Erhöhung von öffentlichem Konsum und Subventionen um 370 Mio. Euro.
(apa/red)

