Mittwoch, 26. August 2009

Ökoprämie für alte Räder ein voller Erfolg:
Stadt Wien weitet Aktion noch einmal aus

  • Statt für 500 gibt es jetzt für 1.000 Drahtesel Geld
  • ARBÖ: Diese "Aufstockung wird die letzte sein"

Die Wiener Verschrottungsprämie für Fahrräder, die vor zwei Wochen für 500 Alträder ausgelobt wurde, wird wegen des anhaltenden Interesses verdoppelt. Nun gibt es für 1.000 noch fahrtüchtige Treter je 70 Euro, wenn diese zusammen mit einer aktuellen Rechnung für ein neues Gefährt nach Voranmeldung beim ARBÖ abgegeben werden, kündigte Verkehrsstadtrat Schicker an.

Zugleiche gelte: "Die nun vorgenommene Aufstockung wird definitiv die letzte sein." Bereits 300 Wiener haben seit dem Beginn der Aktion vor zwei Wochen eine Prämie für ihren alten Drahtesel kassiert, mehrere Hundert stehen nach wie vor auf der Warteliste. "In den letzten 14 Tagen lief die von uns ins Leben gerufene Ökoprämien-Hotline heiß und hinter dem Fahrsicherheitszentrum stapelten sich die Alträder", berichtete ARBÖ-Wien-Geschäftsführer Herbert Hübner in einer Aussendung.

Für den guten Zweck
Mittlerweile wurde die erste Tranche Altfahrräder vom Resozialisierungsverein Neustart abgeholt, der sie in der eigenen Fahrradwerkstatt technisch erneuern lässt. Aber auch weitere Sozialprojekte würden sich unterdessen für die Räder interessieren, um diese an Menschen zu vermitteln, die sich kein eigenes Fahrrad leisten können.

Nach der weiterhin möglichen Voranmeldung im Internet müssen Interessenten innerhalb von sieben Tagen beim ARBÖ mit einem Altrad erscheinen, dass der Straßenverkehrsordnung entsprechen muss. Außerdem hat der Interessent die höchstens 14 Tage alte Rechnung eines österreichischen Fahrradhändlers für ein Fahrrad vorzuweisen, das zumindest 140 Euro gekostet hat. Auch müssen Abwracker ihren Ausweis dabeihaben und nachweisen, dass sie einen Wiener Hauptwohnsitz haben. (apa/red)

26.8.2009 16:28