So geht es für Kärnten in die Erste Liga: Klagenfurter präsentieren sich als Absteiger
- Trainer Frenkie Schinkels bleibt weiter im Amt
- Präsident Canori kündigt eine Aussprache an

·Mattersburg schickt Kärnten 4:1 vom Platz
Verdienter Sieg im Heim- spiel gegen Schlusslicht
Was sich bereits im Sommer abzeichnete, darf nach den ersten Bundesliga-Runden geltend gemacht werden: Dem SK Austria Kärnten steht eine schwere Saison bevor. Beim 1:4 gegen den SV Mattersburg präsentierten sich die Klagenfurter im Stil eines Absteigers. Coach Frenkie Schinkels riet Präsident Mario Canori in seinem Amt als Sportdirektor daraufhin sogar, einen Trainerwechsel in Betracht zu ziehen.
"Dass wir heute so stümperhaft aufgetreten sind muss ich auf meine Kappe nehmen", erklärte ein vom schwachen Auftritt seiner Elf sichtlich enttäuschter Schinkels unmittelbar nach der Partie im Pappelstadion. "Als Sportdirektor muss ich meinem Präsidenten raten, einen Trainerwechsel in Betracht zu ziehen." Präsident Canori meinte am Samstagvormittag dazu: "Eigentlich sollte der Trainer Schinkels raten, einen neuen Sportdirektor zu suchen. Weil die Mannschaft hat er in dieser Funktion zusammengestellt."
Schinkels bleibt Trainer
Schinkels bleibt Trainer in Kärnten. Präsident Mario Canori sprach dem Coach in einer Sitzung vorerst für die Herbstsaison das Vertrauen aus. Die Funktion Schinkels' als Sportdirektor sei aber zwischen den Transferzeiten "auf Eis gelegt", sagte Canori in einem ORF-TV-Interview. "Wir sind übereingekommen, dass sich Schinkels ausschließlich auf die Trainerfunktion konzentriert", erklärte der Club-Chef.
Die Spieler selbst zeigten sich nach der fünften Saisonniederlage im sechsten Spiel zumindest selbstkritisch. "Wir müssen schauen, dass wir jetzt gemeinsam aus dem Abstiegskampf herauskommen", meinte Ehrentorschütze Marc Sand. Verteidiger Thomas Riedl stärkte Schinkels nach nur zwei Zählern in seit dem 18. März 16 sieglosen Spielen en suite demonstrativ den Rücken.
"Am Trainer liegt es sicher nicht"
"Für diese Leistung gibt es keine Erklärung, am Trainer liegt es sicher nicht. Jeder muss sich an seiner eigenen Nase nehmen", erklärte der Deutsche. Schinkels selbst meinte, dass er "sicher nicht seine Spieler kritisieren wolle" - um jedoch auch umgehend festzustellen: "Die Spieler haben nicht kapiert, um was es im Abstiegskampf geht."
Personell könnte im Kader der Klagenfurter bis zum Transferschluss Montagmitternacht noch Bewegung kommen. Laut Canori steht ein Einzelsponsor parat, der "für eine spektakuläre Aktion" noch einmal Geld investieren wolle. Zur Diskussion steht der bei Udinese unter Vertrag stehende Ex-Kärntner Schumacher oder ein anderer Stürmer aus der italienischen Serie A. Schinkels zeigte sich aber skeptisch, stehen doch bereits acht Legionäre bei Kärnten unter Vertrag. Ein weiterer ausländischer Spieler würde nur einen weiteren Legionär auf der Tribüne bedeuten.
(apa/red)
