Schmeichelhaftes Remis für Austria: Brüderliche Punkteteilung im Wiener Derby
- Maierhofer gleicht Führung durch Jun zum 1:1 aus
- Rapid dem Sieg im 290. Duell näher als Hausherren

·Statistiken vor dem 294. Wiener Derby
Rapid gegen Austria in Gesamtbilanz in Führung
·Salzburg fertigt Kapfenberg mit 4:0 ab
Bullen rehabilitieren sich für schwache Auftritte
·So geht es für Kärnten in Erste Liga
Form eines Absteigers. Schinkels bleibt Trainer
·Wallner-Festspiele bei LASK-Heimsieg
Linzer fertigen Aufsteiger Wr. Neustadt mit 4:2 ab
·Sturm beendet
Rieder Heimserie
2:1-Sieg für Grazer in Festung des Innviertels
Das 290. Wiener Derby zwischen Austria und Rapid hat keinen Sieger hervorgebracht. Aufgrund eines für die "Veilchen" eher schmeichelhaften 1:1 ging die Tabellenführung wegen der um einen Treffer schlechteren Tordifferenz der Austria an Red Bull Salzburg verloren, Rapid wiederum blieb der Anschluss an die oberen Tabellenregionen verwehrt. Vor 13.400 Zuschauern im ausverkauften Horr-Stadion hatte Jun die Austria in der 46. Minute in Führung gebracht, Maierhofer gelang aus einem Kopfball in der 60. Minute der Ausgleich.
Während die Austria unter anderem auf den verletzten Okotie und den erkrankten Suttner verzichten musste, fiel bei Rapid Heikkinen wegen einer Darmgrippe kurzfristig aus und wurde durch Kulovits ersetzt. Außerdem brachte Trainer Peter Pacult wieder Maierhofer von Beginn an und kehrte damit zum gewohnten 4-4-2-System zurück, weshalb Trimmel auf der Bank Platz nehmen musste.
Rapid hatte in der Anfangsphase mehr von Spiel, allerdings machten den Hütteldorfern so wie auch der Austria offensichtlich noch die Europacup-Strapazen zu schaffen. Es entwickelten sich vorerst nur wenige zusammenhängende Aktionen und so dauerte es bis zur 25. Minute, ehe die Fans die erste halbwegs gefährliche Aktion zu sehen bekamen, als Klein bei einem Schuss aus spitzem Winkel am langen Eck vorbeizielte.
Rapid mit mehr Torchancen
In der Folge aber münzten die Rapidler ihre Überlegenheit in Torchancen um. In der 33. Minute verfehlte Maierhofer nach Doppelpass mit Jelavic nur knapp das Tor, sechs Minuten später wehrte Safar einen Hofmann-Freistoß mit den Fingerspitzen an die Latte, und in der 41. Minute fand Maierhofer mit einem Volley in Safar seinen Meister. Die Austria klopfte in der Nachspielzeit der ersten Hälfte noch einmal an, Payer wehrte einen Aufsetzer von Jun jedoch über die Latte.
In der zweiten Hälfte erwischte die Austria einen Auftakt nach Maß. Die Rapid-Abwehr war wenige Sekunden nach Wiederanpfiff offenbar noch benebelt von den Rauchschwaden aus dem violetten Fan-Sektor, als Standfest von rechts zur Mitte spielte und Jun mit einem platzierten Schuss ins lange Eck auf 1:0 stellte. Praktisch im Gegenzug tauchte Jelavic plötzlich allein vor dem Austria-Tor auf, der Ball landete aber in den Händen von Safar. Die Austria hielt noch einmal kurz dagegen und kam durch Jun (50.) und den für den verletzten Hattenberger eingewechselten Vorisek (54.) noch einmal zu Möglichkeiten, dann allerdings übernahm Rapid das Kommando.
Ein Weitschuss von Hofmann landete in der 56. Minute an der Latte, vier Minuten später schlug der eingewechselte Trimmel eine Maßflanke auf Maierhofer, der Safar per Kopf keine Chance ließ. Es folgten hochkarätige Chancen durch Kulovits (68./daneben) und Jelavic (70./Safar parierte), bis die Austria die Rapid-Offensive wieder besser in den Griff bekam und das 1:1 relativ sicher über die Zeit brachte. Die Derby-Bilanz steht damit aus der Sicht der Austria bei 105 Siegen, 65 Remis und 120 Niederlagen (475:559 Tore), auf einen vollen Erfolg im Horr-Stadion müssen die Hütteldorfer schon seit rund vier Jahren warten.
FK Austria Wien - SK Rapid Wien 1:1 (0:0)
Horr-Stadion, 13.400, Plautz
Torfolge:
1:0 (46.) Jun
1:1 (60.) Maierhofer
Austria: Safar - Standfest, Bak, Dragovic, Ortlechner - Klein (69. Sulimani), Baumgartlinger, Hattenberger (21. Vorisek), Acimovic - Jun (92. Topic), Diabang
Rapid: Payer - Dober, Soma, Patocka, Katzer - Hofmann, Kulovits, Pehlivan, Drazan (56. Trimmel) - Maierhofer, Jelavic
Gelbe Karten: Acimovic, Baumgartlinger, Diabang, Standfest bzw. Maierhofer, Patocka, Katzer
(apa/red)
