Montag, 24. August 2009

Zweiter Schumacher ist Luca Badoer keiner:
Matte Vorstellung des Massa-Ersatzfahrers

  • Testfahrer zuckelte der Konkurrenz traurig hinterher
  • Domenicali: "Erwarten einen großen Sprung von ihm"

Ferrari-Ersatzmann Luca Badoer steht am kommenden Wochenende im Grand Prix von Belgien gewaltig unter Druck und schon bei seinem zweiten Einsatz wohl vor der entscheidenden Bewährungsprobe. "Sicherlich ist es ein wichtiges Rennen für Luca Badoer", betonte Ferrari-Teamchef Stefano Domenicali, nachdem Badoer im Formel-1-WM-Lauf am Sonntag in Valencia der Konkurrenz hinterhergefahren war und sich sogar von einem Debütanten in der Boxengasse hatte überholen lassen.

"Wir erwarten einen großen Sprung von ihm und dann werden wir sehen", erklärte Domenicali noch nach dem Europa-Grand-Prix in Spanien im Hinblick auf den zwölften WM-Lauf in Spa-Francorchamps. Denn eine weitere Blamage kann sich die Scuderia nicht erlauben, zumal nach dem Rennen in den Ardennen der Heim-Grand-Prix in Monza auf dem Programm steht.

Domenicali erklärte, dass der Zeitpunkt der Rückkehr des in Ungarn verunglückten Felipe Massa oberste Priorität habe. Er nahm Badoer, der nach dem geplatzten Comeback von Rekordweltmeister Michael Schumacher nominiert worden war, aber auch in Schutz. "Es war ein schweres Wochenende für ihn."

Der 38-jährige Italiener, der in Valencia nach einer Pause von knapp zehn Jahren wieder ein Formel-1-Rennen bestritten hatte, musste sich sowohl mit den sportlichen als auch organisatorischen Abläufen erst vertraut machen. Zur Unterstützung hatte die Scuderia sogar Schumacher als Berater angefordert. Aber auch der 40-jährige Deutsche konnte die Fehlerorgie Badoers - Letzter in zwei Trainings, im Qualifying und im Rennen sowie viermal Überschreitung des Geschwindigkeitslimits in der Box und eine Durchfahrtstrafe im Rennen - nicht verhindern.
(apa/red)

24.8.2009 11:32
Ergebnisse, WM-Stand, Team-Porträts