Öl-Deal zwischen London und Libyen? Schwarzes Gold für den Lockerbie-Attentäter
- BP unterzeichnet Vertrag im Wert von 900 Mio. Dollar
- Innenminister Straw: Anschuldigungen sind absurd

·Britische Regierung gerät unter Druck
Megrahi-Freilassung: Opposition ist irritiert
·USA: "Er ist ein
Terrorist, kein Held"
Empörung über Empfang des Lockerbie-Attentäters
·Lockerbie-Attentäter Megrahi freigelassen
US-Präsident Obama kritisiert die Freilassung
Die Freilassung des Lockerbie-Attentäters Megrahi ist laut Medien entgegen den Beteuerungen der britischen Regierung doch im Zusammenhang mit Ölverträgen gestanden. Dies berichtete die "Sunday Times" auf Basis von zwei Briefen von Innenminister Straw. Darin heiße es, Straw habe sich 2007 wegen der "Interessen Großbritanniens" nicht mehr gegen die Freilassung des Attentäters ausgesprochen.
Fünf Monate zuvor war er noch dagegen gewesen. Wenige Wochen später unterzeichnete der Ölgigant BP mit Libyen einen Vertrag zur Ausbeutung von Öl und Gas im Wert von 900 Millionen Dollar.
Straw bezeichnete es der BBC gegenüber als absurd, eine Verbindung zwischen dem Ölvertrag und der Freilassung herzustellen. Es sei schlicht unwahr, dass es eine Art Geheimdeal gegeben habe. Es handle sich ohnehin um eine akademische Frage, da Schottland den Gefangenen schließlich aus humanitären Gründen freigelassen habe, und nicht im Rahmen des Gefangenentransfers, der Gegenstand der Briefe war.
Die schottische Regierung hatte den todkranken Megrahi vor knapp zwei Wochen acht Jahre nach seiner Verurteilung nach Libyen ausreisen lassen, damit er in seiner Heimat sterben kann. Bei dem Anschlag auf das PanAm-Flugzeug, das 1988 über der schottischen Ortschaft Lockerbie abstürzte, waren 270 Menschen getötet worden, 189 davon Amerikaner. Der Libyer war der einzige, der für das Attentat zur Rechenschaft gezogen wurde.
(apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
