Sonntag, 30. August 2009

Im zweiten Anlauf gelingt Balanceakt auf Zugspitze: Freddy Nock schafft Weltrekord

  • Drahtseil der Bahn zeitweise 130 Meter über Boden
  • Hochseilartist Nock legt 995 Meter ungesichert zurück

Der Weltrekord an der Zugspitze ist vollbracht: Im zweiten Anlauf hat es der Schweizer Hochseilartist Freddy Nock geschafft, auf einem 995 Meter langen Drahtseil auf Deutschlands höchsten Berg zu balancieren - ungesichert und mit einer Balancierstange als einzigem Hilfsmittel. Nachdem Nock am Samstag wetterbedingt nach 225 Metern hatte aufgeben müssen, kam er beim zweiten Versuch bei strahlend blauem Himmel ins Ziel.

Für die Strecke, die an ihrer steilsten Stelle eine Neigung von 56 Prozent hat, benötigte der Schweizer vor rund 1.000 Zuschauern 50 Minuten. Nock nutzte eines der Drahtseile der Gletscherbahn für seinen Balance-Akt. Er musste insgesamt 348 Höhenmeter zurücklegen, bevor er die 2.943 Meter hoch gelegene Bergstation der Gletscherbahn erreichte. Dabei befand er sich zeitweise 130 Meter hoch über dem Boden. Er war der erste Artist weltweit, dem ein Seillauf auf einer Höhe von mehr als 2.500 Meter und auf einer Länge von 995 Meter gelang.

Nock entstammt einer Artistenfamilie und hat Angaben auf seiner Homepage zufolge bereits mehrere Weltrekorde im Balancieren auf Bergbahnseilen aufgestellt. Am Samstag hatte er bereits einen ersten Versuch gestartet, hatte aber nach 225 Metern aufgegeben, weil das Seil zu rutschig war. Stellenweise hatte dichter Nebel geherrscht.
(apa/red)

30.8.2009 17:55