2.700 Kilometer mit dem Zug durch Mexiko:
Elfjähriger Knirps wollte Mama besuchen
- Von Behörden an der Staatsgrenze aufgegriffen
- Sein Vater gab ihm Zugticket und Taschengeld

Aus Sehnsucht nach seiner in den USA lebenden Mutter hat ein elfjähriger Mexikaner ganz allein 2.700 Kilometer zurückgelegt. Sicherheitskräfte fanden den kleinen Jose Enrique Sanchez in der Stadt Nuevo Laredo, als er mit einem Zug die Grenze zu den USA überqueren wollte. Bei seiner Reise von seinem Heimatort Veracruz durchquerte das Kind fast die Hälfte des mexikanischen Territoriums von Süden nach Norden - mit umgerechnet nur elf Euro in der Tasche.
"Mein Papa hat mir gesagt, dass meine Mama in Laredo in Texas wohnt. Also bin ich gekommen, um sie zu suchen", erzählte der Bub, der seine Mutter seit eineinhalb Jahren nicht gesehen hatte. Sein Vater habe ihm ein Zugticket gekauft und ihm das Taschengeld gegeben. Jose wurde einem Zentrum zur Betreuung Minderjähriger im Grenzgebiet übergeben, die Behörden versuchten seine Angehörigen zu kontaktieren.
(apa/red)
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