Montag, 31. August 2009

"Wien spielt keine große Rolle in Brüssel": NEWS-Interview mit Ex-Kommissar Fischler

  • Lissabon-Vertrag: EU steht heißer Herbst bevor
  • Fischler sieht zu wenig Ehrgeiz bei Kommissarsfrage

Ein Mann regt auf. Österreich hat in Brüssel politisch keinen Stellenwert mehr. Das behauptet einer, der es wissen muss – Ex-EU-Kommissar Franz Fischler.

NEWS: Brüssel steht ein heißer Herbst bevor. Stichwort: Lissaboner Vertrag. Wer wird der erste EU-Präsident? Wer der erste EU-„Außenminister“. Welche Rolle spielt dabei Österreich? Nur die des Mitläufers oder doch etwas mehr.

Fischler: Momentan eine nicht gerade sehr große Rolle! Weil man in den anderen EU-Mitgliedsstaaten auch sieht, dass in der heimischen Politik die EU nicht die Toppriorität genießt. Und weil vor allem der neue Regierungschef Werner Faymann bei weitem nicht so viele und gute Kontakte zu anderen Regierungschefs hat, wie das vorher unter Alfred Gusenbauer der Fall war.

NEWS: Weniger rot-weiß-roter EU-Stellenwert als früher?

Fischler: Sagen wir so: Man bemüht sich nicht genug um denselben Stellenwert! Österreich könnte ohne weiteres die gleiche Rolle spielen wie früher, aber da müsste man auch mehr politisches Kapital investieren, öfter in Brüssel sein, der Kanzler auch mehr Staatsbesuche machen und vieles mehr.

NEWS: EU-Abgeordneter Othmar Karas kritisierte zuletzt, die Bundesregierung verhandle etwa in der Kommissarsfrage nicht aktiv, nicht ehrgeizig genug mit Brüssel.

Fischler: Für Außenstehende, wie auch für mich als nur Zeitungsleser, ist tatsächlich der Eindruck vorhanden, dass da nicht allzu viel passiert.

NEWS: Welches Dossier halten Sie derzeit für Österreich überhaupt als erreichbar?

Fischler: Viele wären möglich. Die Umwelt, die Energie, der Binnenmarkt. So schnell nicht mehr möglich sein werden das Agrar- und das Außenbeziehungs-Dossier.

NEWS: Sie sagen, dass Österreichs EU-Stellenwert größer sein könnte, dazu der Pallawatsch in der Kommissarsfrage – sind Sie besorgt über Wiens EU-Performance?

Fischler: Ich habe in der Zwischenzeit gelernt, dass es wenig bringt, das Verhalten Österreichs überhaupt zu kommentieren.

Interview: Hubert Wachter

Kommissarsfrage ungelöst! - Was Ex-EU-Kommissar Fischler zu diesem Thema sagt, lesen sie in NEWS 35/09!

31.8.2009 11:47
Vasant, 31. 08. '09 20:45
EU und Finanzkrise
Irgendwie erinnert die EU an die Manager, die uns die sog.
Finanzkrise eingebrockt haben. Was passiert denn wirklich
mit all den Millionen die sämtliche EU Länder nach Brüssel
transferieren?

Dort landen jährlich Milliarden Beträge und irgendwie gibt
es keine Veröffentlichung was mit den Geldern passiert!?
Gut, die Brüssel Politiker werden immer reicher und die
Gehälter steigen fleißig, aber was passiert mit dem Rest?

Wenn die auch für Leistungen wie z.B. das Glühbirnen
Verbot "Provisionen" kassieren, dann ist das wie mit den
Manager Zahlungen ... trotz NULL Leistung sind die reich
geworden und viele Unternehmen im Ruin gelandet. Kaum
gibts wieder etwas Geld, rennt das gleiche Spiel wie
vorher und die halten wieder eifrig die Händchen auf
und kein Politiker macht was;)


Meine Meinung!
Vasant, 31. 08. '09 20:41
Mal ehrlich ...
das ist ja wohl nichts Neues;) Hauptsache wir schaufeln
Millionen nach Brüssel und ansonsten haben wir die sog.
Schnauze zu halten.

Nachdem uns die Ära Schüssel weit unter unserem Wert
(Transitland) verkauft hat, sind wir nun die absoluten
Verlierer und dürfen für die "Blödheit" voriger Politiker,
denen das jetzt egal sein kann, tief in die Tasche der
Steuerzahler greifen und die Bonzen in Brüssel fleißig
mit unseren Geldern stopfen!

Normalerweise hätte uns die EU dafür bezahlen müßen,
dass wir aus allen Ländern täglich tausende Transporte
durch Österreich lassen und nicht umgekehrt. Was hätte
denn die EU gemacht, wenn die alle um Österreich herum
fahren hätten müßen;)

DANKE liebe Politiker, dass ihr uns so dumm an die EU
verkauft habt!


Meine Meinung!
Ferdiburli, 31. 08. '09 17:11
Schade um den Gusi ...
Kein Wunder, dass er weg musste, er war den Häupl halt zu gefährlich. Un dem Herrn D. war er auch nicht treu ergeben.