Tatrekonstruktion in Krems bringt keine
Klarheit: Fehlen noch einige Gutachten
- Anwalt der Beamten: Handelte sich um Notwehr
- Staatsanwaltschaft äußerte sich vorerst nicht dazu

Nach dem tödlichen Schuss auf einen 14-jährigen mutmaßlichen Einbrecher durch die Polizei bleibt auch nach der Tatrekonstruktion das tatsächliche Geschehen in den Morgenstunden des 5. August weiterhin unklar. Von der Staatsanwaltschaft Korneuburg gab es keinerlei offizielle Ergebnisse. Für die "absolute Klarheit" würden noch die Gutachten fehlen, sagte Karl Schober, Leiter der Staatsanwaltschaft.
Der Anwalt der beiden Beamten hatte verkündet, dass sich die bisherigen Aussagen seiner Mandaten beim Lokalaugenschein bestätigt und es sich um die Abwehr eines Angriffs gehandelt habe. "Das ist eine Sicht der Dinge", meinte Schober, "das kann ich so aber nicht bestätigen." Angegeben hatte der Anwalt auch, dass die Tatrekonstruktion eindeutig ergeben hat, wer von den Beamten geschossen habe. Die Staatsanwaltschaft wollte sich dazu nicht äußern.
In den Morgenstunden des 5. Augusts war die Polizei nach Auslösung des stillen Alarms in den Merkur-Markt in Krems-Lerchenfeld gerufen worden. In der Filiale trafen zwei Beamte auf zwei vermummte Gestalten und es fielen Schüsse. Ein 14-Jähriger wurde dabei tödlich in den Rücken getroffen, ein mittlerweile 17-Jähriger erlitt Oberschenkeldurchschüsse. Während die Polizisten behaupteten, einen Angriff abgewehrt zu haben, gab der 17-Jährige R. an, dass er und der 14-Jährige bereits auf der Flucht gewesen waren. Die Beamten sind mittlerweile wieder im Dienst. (apa/red)
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
