Freitag, 28. August 2009

Streit um Arbeitsmarkt-Zugang für Asyl-
Werber: SPÖ-Vorschlag sorgt für Debatte

  • Kanzler-Partei denkt an Lockerung der Regelung
  • Koalitionspartner ÖVP warnt, FPÖ und BZÖ empört

Die SPÖ denkt an eine Lockerung des Zugangs zum Arbeitsmarkt für Asylwerber. Bundesgeschäftsführer Kräuter sagte in der "Tiroler Tageszeitung", zum Recht auf Asyl gehöre auch das "Menschenrecht" auf Arbeit und Bildung. "Deshalb sollen Asylwerber nicht mehr vom Arbeitsprozess ausgeschlossen werden." Dies gelte auch für den Zugang zu Bildungseinrichtungen. Die anderen Parteien reagierten ablehnend.

Gleichzeitig fand Kräuter auch scharfe Worte für die Zuwanderer: "Wer unsere Rechtsordnung und unsere Grundrechte nicht akzeptiert, kann hier keine Platz haben."

Auf Nachfrage der APA erklärte der Bundesgeschäftsführer, man müsse bei diesem Thema grundsätzlich neue Überlegungen anstellen. Es müsse sowohl Beschäftigung als auch Bildungszugang für die Asylwerber möglich sein. "Weil Bildungszugang bedeutet einen sofortigen Integrationszugang."

Gefragt, ob die Vorschläge der EU-Kommission, die Wartezeit auf eine Arbeitserlaubnis generell auf sechs Monate zu verkürzen, ein Modell sein könnten, meinte Kräuter: "Das wäre wirklich ein Konzept, dass man überlegen sollte". Innenministerin Fekter hatte diese Pläne bisher stets abgelehnt. Auch die SPÖ hatte im Mai eine entsprechende Asyl-Richtlinie abgelehnt.

"Problematisch"
ÖVP-Generalsekretär Fritz Kaltenegger hält die Überlegungen seines SPÖ-Gegenübers für "problematisch". In Zeiten steigender Arbeitslosigkeit einen generellen Zugang für Asylwerber zum Arbeitsmarkt zu verlangen, sei "mehr als kontraproduktiv". Denn durch eine derartige Maßnahme werde "ein Verdrängungsprozess am Arbeitsmarkt ausgelöst". Außerdem würde damit internationalen Schlepperbanden ein fatales Signal ausgesandt, nämlich, dass man "unter dem Deckmantel des Asyl in Österreich einen Arbeitsplatz bekommt." Das BZÖ sprach von "politischem Wahnsinn". FPÖ-Chef Strache erklärte, er wende sich "entschieden gegen die absurden Pläne der SPÖ".

(apa/red)

28.8.2009 08:42
nonane, 28. 08. '09 08:47
Wie blöd
sind diese Idioten eigentlich? - also solch dämliche Ideen sind wir sonst nur von den Grünen gewohnt!
Tiroler72, 28. 08. '09 08:37
Ich versteh die (Österreichische) Welt nicht mehr
Also ein Asylwerber kommt kann keine Sprache, schlechte Ausbildung, eine andere Kultut, etc, etc, ...und kriegt alles - aha?!Als ich meine jetzige Frau kennenlernte war es für unmöglich hier auf irgendeine legale Weise einen Job zu finden - sie ist aber unserer Sprache mächtig, hat Abitur und einen Beruf als Kosmetikerin gerlernt und sie verzweifelte weil sie dachte Ö will Sie nicht.Wenn ich dass jetzt so höre könnt ich kotzen - meine Frau scheint die falsche Farbe zu haben oder einfach aus dem falschen Land zu kommen - sie ist nämlich "nur" Ungarin ein Nachbarland das in der K&K Zeit zu uns gehörte , das dem gleichen Kulturkreis angehört und wo unsere Sprache in den Schulen gelernt wird.Find ich gut dass man dann Asylwerber und Zuwanderern aus anderen Kulturkreisen alles in den A schiebt
sidestep, 28. 08. '09 08:30
Rotes Pack
Die Arbeitslosigkeit ist hoch wie nie und nun denkt das rote Pack doch tatsächlich darüber nach, den Arbeitsmarkt für Asylanten zu öffnen. Auf der einen Seite verwehrt man "EU-Bürgern" wie Rumänen, Bulgaren und wie sie alle heißen mit dem Argument, des Schutzes des eigenen Arbeitsmarktes die Öffnung des selben und nun will man Asylanten die Arbeitsgenehmigung geben. Ich habe schon alle Parteien die es in Österreich gibt gewählt. Eines aber ist für mich ab heute klar: Das rote Pack bekommt von mir genausowenig wie die Grünen je wieder eine Stimme!!!!