"Spürbare Turbulenzen": Organisatoren sagen umstrittenes Ulrichsbergtreffen ab!
- Zuvor hat Bundesheer Unterstützung aufgekündigt
- Rechtsruck: Seit Jahrzehnten Ex-Nazis bei Treffen

·Ulrichsberg-Treffen ohne Bundesheer
Wegen Anstreifens an
"rechtes Gedankengut"
·'Exiljude' für Strache
'kein Schimpfwort'
Bundesparteichef stellt sich hinter Dieter Egger
Das umstrittene Treffen am Ulrichsberg wurde abgesagt. Die Ulrichsberggemeinschaft will das für den 20. September geplante 50. Heimkehrertreffen aber zu einen späteren Zeitpunkt nachholen. Als Gründe nannten die Organisatoren die fehlende Unterstützung des Bundesheeres, sowie "spürbare Turbulenzen" rund um die Feier.
Verteidigungsminister Norbert Darabos hatte zuvor die Beteiligung des Bundesheeres am heurigen Ulrichsberg-Treffen definitiv abgesagt. Debatten um die Teilnahme und die organisatorische Unterstützung von Soldaten hatte es bereits in den vergangenen Jahren gegeben. Darabos entschloss sich zu dem Schritt, nachdem ruchbar geworden war, dass der Geschäftsführende Obmann der Ulrichsberggemeinschaft, Wolf Dieter Ressenig, NS-Devotionalien im Internet angeboten haben soll.
Politiker sagen ab
Danach erklärten dann der Präsident der Ulrichsberggemeinschaft, der ehemalige SPÖ-LHStv. Rudolf Gallob, sowie Obmann Peter Steinkellner (V) ihren Rücktritt. "Die klare Vorgangsweise der Abgrenzung zu Extremismus" sei gescheitert, begründete Steinkellner seinen und Gallobs Schritt. Zuvor hatte Landeshauptmann Gerhard Dörfler (B) seine Teilnahme mit der Begründung, das Treffen sei "politisch zu weit rechts" ausgeschlossen.
Rechtsradikale bei Treffen
Die Gedenkstätte auf dem Ulrichsberg war über Initiative des damaligen Klagenfurter ÖVP-Vizebürgermeisters Blasius Scheucher errichtet und im Jahre 1959 eröffnet worden. Seit Jahrzehnten schwelen Debatten um das Treffen, da immer wieder Rechtsradikale und Ex-Nazis teilgenommen hatten.
(apa/red)
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