Dienstag, 25. August 2009

Heftiger Streit vor Spionage-U-Ausschuss: Opposition schießt sich auf Bartenstein ein

  • Habe laut den grünen "kasachische Interessen"
  • ÖVP-Kössl sprach von Skandalisierungsversuch

Der Streit um die Besetzung des Spionage-U-Ausschusses geht weiter: Eigentlich soll dieser u.a. klären, ob sich Parlamentarier vom kasachischen Geheimdienst beeinflussen haben lassen. Im Vorfeld wird intensiv diskutiert, ob Vorsitzender Bartenstein (ÖVP) und Verfahrensanwalt Hoffmann, der auch Bartensteins Treuhänder ist, wegen Verbindungen zu Kasachstan überhaupt im Ausschuss verbleiben sollen.

Vor allem die Grünen legten zuletzt nochmals scharfe Kritik nach: Bartenstein habe "kasachische Interessen, die in den Untersuchungsgegenstand des U-Ausschusses reichen". Sicherheitssprecher Peter Pilz verlangt vom früheren Wirtschaftsminister, bevor dieser den Ausschuss eröffnet, "seine kasachischen Verbindungen offenzulegen".

Skandalisierungsversuch
ÖVP-Sicherheitssprecher der Günter Kössl reagierte empört und sprach von einem Skandalisierungsversuch. Pilz verwechsele den U-Ausschuss mit einer Fantasiewelt.

Auch Ewald Stadler (BZÖ) möchte Bartensteins und Hoffmanns geschäftliche Verbindungen nach Kasachstan in der bevorstehenden Sitzung auf jeden Fall thematisieren. "Ein Vorsitzender und ein Verfahrensanwalt, die ihre geschäftliche Zukunft in Kasachstan mitzudenken haben, sind mit dem U-Ausschuss nicht zu vereinbaren", sagte Stadler, der ein "unterentwickeltes Bewusstsein für Unvereinbarkeit" in Österreich ortet.

Eine Ausnahme im Kreuzfeuer der oppositionellen Kritik bleibt hingegen die FPÖ: "Bartenstein und Hoffmann sind für ihre Aufgaben im U-Ausschuss bestens geeignet", so ein Pressesprecher.

Prammer warnte vor schiefer Optik
Parlamentspräsidentin Prammer (SPÖ) warnte vor einer schiefen Optik. Nur der Ausschuss selbst könne in der Sache entscheiden; man solle aber darüber nachdenken, ob durch die bekanntgewordenen Fakten nicht "eine schiefe Optik entsteht", sagte ihr Sprecher.

(apa/red)

25.8.2009 22:02
antikapitalist, 25. 08. '09 11:51
egal welche partei,
ausser streiten könnens nix diese vollidioten!!!gute nacht österreich!!!
Vasant, 24. 08. '09 22:48
Unsere Politiker!
Anstatt zu Arbeiten und Leistungen zu erbringen, werden
Aussagen von anderen Politikern angeprangert, jeder bohrt
dem anderen im A+sch rum und natürlich ist immer nur
jede andere Partei die Schuldige, wenn mal wieder ein
Skandal in den Medien auftaucht!

Unsere Politik ist der reinste Kindergarten geworden und
dafür zahlt der Steuerzahler auch noch und nicht gerade
wenig!

Ich frag mich nur, wann dieses Trauerspiel endlich mal
ein Ende nimmt und diese "Leute" den Ernst der Lage
erkennen und im Sinne des Volkes zu Arbeiten beginnen!

Spätestens vor den nächsten Wahlen wird dann wieder
allen das Blaue vom Himmel versprochen um Wähler zu
bekommen und jeder der werten Herrn Politiker schaut
drauf, dass er ein tolles Amt abstaubt und seine Gage in
die Höhe treibt.


Meine Meinung!