Donnerstag, 20. August 2009

Hunderte Forderungen gegen SkyEurope: Fluglinie gewinnt weiter nicht an Höhe

  • Auch zahlreiche Geschäftspartner wollen ihr Geld
  • Gläubiger-Versammlung in Bratislava einberufen

Hunderte Gläubiger, darunter zahlreiche Österreicher, haben ihre Forderungen gegen die unter Gläubigerschutz stehende slowakische Fluglinie SkyEurope angemeldet. Meist handelt es sich um Kunden bzw. Mitarbeiter der Airline, die einerseits ihr Geld für bezahlte, aber abgesagte Flüge und andererseits nicht ausbezahlte Löhne fordern.

Weiters enthält die Liste auch Geschäftspartner wie etwa das österreichische Reisebüro Idealtours GmbH mit der Forderung über 5.421 Euro sowie das Unternehmen MAP Handling auf dem französischen Flughafen Nice mit der Forderung in der Höhe von 63.833 Euro. Der slowakische Insolvenzverwalter Jozef Griscik wollte dazu keine näheren Angaben machen. Über die Zahl der Forderungen sowie deren Umfang könne er sich angesichts der gesetzlichen Schweigepflicht nicht äußern. Zum weiteren Ablauf der Causa SkyEurope teilte er mit, dass seit 18. August eine 30-tägige Frist für die Überprüfung der Forderungen laufe.

Gläubiger-Versammlung in Bratislava einberufen
Für den 21. September hat Griscik eine Versammlung der Gläubiger in Bratislava einberufen. Dort soll dann ein Lagebericht zu SkyEurope präsentiert und ein Gläubigerausschusses gewählt werden. Bis 16. Oktober ist SkyEurope laut Griscik verpflichtet, dem Gläubigerausschuss einen abschließenden Entwurf des Restrukturierungsplanes zur Billigung vorzulegen. Der Gläubigerausschuss könnte diese Frist um maximal 60 Tage verlängern. Um das Restrukturierungsverfahren positiv zu beenden, müssen dem vorgelegten Plan zunächst der Ausschuss, dann die Gläubigerversammlung und letztendlich das Gericht zustimmen, teilte Griscik mit.

Unterdessen wurde bekannt, dass SkyEurope sich mit dem Wiener Flughafen zunächst nicht auf die Rückkehr der Abfertigungen der SkyEurope-Flüge nach Schwechat einigen konnte. Dies bestätigte der Sprecher von SkyEurope Tomas Kika gegenüber tschechischen Medien.

(apa/red)

20.8.2009 12:16