Bei einem Glas Bier die Krise vergessen? Von wegen - Europäer trinken weniger Alk
- Auch weniger Erfrischungs- & Milchgetränke verkauft
- Aus Kostengründen mehr heiße Getränke konsumiert

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Die Wirtschaftskrise scheint die West-Europäer zumindest beim Alkoholkonsum zu einem gesünderen Leben zu zwingen. In der ersten Jahreshälfte 2009 ging der Bierverbrauch um mehr als vier Prozent oder 580 Millionen Liter zurück, heißt es im "Canadean's Quarterly Beverage Tracker". Bei alkoholischen Getränken insgesamt machte der Rückgang 3,5 Prozent aus.
Aber auch der Absatz von Erfrischungs- und Milchgetränken war um ein Prozent rückläufig, während es bei heißen Getränken einen minimalen Anstieg gegeben habe. Dass im Schaltjahr 2008 das erste Halbjahr einen Tag mehr hatte, könne den Rückgang nicht erklären. Vielmehr zeige sich, dass Kunden in der ganzen Region sparen und, Bars, Kneipen und Restaurants meiden. "Menschen trinken weniger Bier, wenn sie weniger oft ausgehen", meint man bei Canadean. "In einigen Bereichen" hätten auch Rauchverbot und steigende Steuern die Abstinenz verstärkt. Insbesondere in den Niederlanden sei der Bierkonsum nach Steuererhöhungen und der Einführung eines Rauchverbots um neun Prozent gefallen.
Aus Kostengründen werden wohl mehr heiße Getränke konsumiert, weil diese "eine relativ wirtschaftliche Art darstellen, um sich zu erfrischen". Das Kostenthema zeige sich bei allen Erfrischungsgetränken: Die Absatzmenge laufe stabil, der Wert sinke aber, weil Konsumenten ihr Haushaltsbudget einschränken. Für das ganze Jahr erwartet Canadean einen Rückgang des Bierverkaufs um drei Prozent, der Getränkekonsum insgesamt soll um gut ein Prozent zurückgehen.
(apa/red)

