GM-Verwaltungsrat vertagt Entscheidung:
Opel-Verkaufspoker geht in nächste Runde
- Gremium gibt noch keine Empfehlung für Verkauf ab
- Opel-Treuhand muss erst eine Entscheidung billigen

·General Motors ist
wieder im Aufwind
Steigende Absatzzahlen,
Produktion ausgeweitet
·Deutsche legen sich
für Magna ins Zeug
Bund & Länder erarbeiten
Schlachtplan für Opel
·Entscheidet sich GM
für die Magna-Carta?
Stronach-Konzern punktet
im Wettrennen um Opel
·Magna erleidet
beträchtliche Verluste
Minus im ersten Halbjahr
betrug 325 Millionen Euro
·Die Würfel im Opel-
Poker sind gefallen
KLICKEN: So verlief der
lange Verkaufsprozess
Der Verwaltungsrat des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) will nach eigenen Angaben keine Empfehlung im Bieterrennen um den deutschen Autokonzern bekannt geben. "Wir werden überhaupt nichts sagen", sagte GM-Sprecherin Julie Gibson nach einer Telefonkonferenz des GM-Verwaltungsrats. Das Gremium beriet über die beiden verbliebenen Interessenten, den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und den Finanzinvestor RHJ International (RHJI).
Die Konzernsprecherin bekräftigte, dass der Verwaltungsrat die Übernahmekonzepte beider Bieter prüfe und dann voraussichtlich gegenüber der Opel-Treuhand eine Empfehlung aussprechen werde. "Die Opel-Treuhand müsste die Empfehlung billigen, bevor irgendeine Vereinbarung unterzeichnet werden kann, die auch öffentlich gemacht wird", sagte die Sprecherin.
Die Finanznachrichtenagentur Dow Jones berichtete unterdessen unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Kreise, Magna sei bereit, sein Angebot um weitere 500 Millionen Dollar (349 Millionen Euro) aufzustocken.
Arbeitnehmervertreter, die Ministerpräsidenten von deutschen Bundesländern mit Opel-Werken und auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bevorzugen eine Übernahme durch Magna gemeinsam mit der halbstaatlichen russischen Sberbank. Von der Zustimmung Deutschlands hängen Milliardenbürgschaften zur Stützung von Opel ab. General Motors hat bisher eine Neigung zu dem in Belgien beheimateten Finanzinvestor RHJI erkennen lassen.
(apa/red)

