Bankgeheimnis als bittersüßer Zankapfel:
Fronten zwischen Parteien weiter verhärtet
- ÖVP-Mann Kaltenegger ortet "Verrat" bei Opposition
- Grüne "schwer irritiert", BZÖ & FPÖ schalten auf stur

·Bankengeheimnis
im Visier der EU
Österreich könnten 2010 erste Sanktionen drohen
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das Bankgeheimnis?
IHRE MEINUNG zum
politischen Zankapfel
In der Frage des Bankgeheimnisses bleiben die politischen Fronten auch nach dem Sanktionsbeschluss der Europäische Investitionsbank (EIB) verhärtet. ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger drängte ebenso wie SPÖ-Finanzstaatsekretär Schieder die Oppositionsparteien, dem vorliegenden Gesetzesentwurf zuzustimmen. BZÖ und Grüne dagegen beharren auf inhaltlichen Änderungen.
Die parlamentarische Behandlung steht kommende Woche am Donnerstag (27. August) im Finanzausschuss auf dem Programm. Kaltenegger warnte mit "ernsten Sanktionen, die die österreichische Volkswirtschaft nachhaltig betreffen". Zudem sei das Bankgeheimnis für österreichische Sparer generell in Gefahr, solange die Amtshilfe für Finanzverfahren gegen ausländische Bankkunden nicht geklärt sei. "Durch die Blockade der Opposition wird Verrat an den österreichischen Sparern begangen", findet Kaltenegger.
BZÖ beharrt auf Bankgeheimnis für Österreicher
BZÖ-Klubobmann Bucher bleibt aber dabei: Das Bündnis sieht inhaltliche "Lücken" im Gesetzesvorhaben, will eine Zusage, dass das Bankgeheimnis für Österreicher gewahrt bleibt und beharrt auf einer Ausweitung der RH-Prüfkompetenz, bekräftigte er. "
"Schwer irritiert" ist man bei den Grünen, sagt deren geschäftsführender Parlamentarier Brosz. Die Regierungsparteien würden keinerlei Verhandlungen führen. "Wenn die Regierung weiterhin ein Trainingsprogramm "mit dem Kopf gegen die Wand' durchziehen will, sollen sie tun", so Brosz. Eine Zweidrittelmaterie gehöre verhandelt.
Von der FPÖ braucht die Regierung weiterhin keine Zustimmung zu erhoffen: Die Blauen lehnen jegliche Änderung des Bankgeheimnisses ab.
(apa/red)

