Dienstag, 18. August 2009

Die ersten drei Jahre sind die schwersten:
Jede 3. Neugründung scheitert schon früh

  • KSV-Chef: "Planung & Kalkulation oft unterschätzt"
  • Insolvenzrate bleibt gegenüber dem Vorjahr stabil

Der Euphorie über den Schritt in die Selbstständigkeit folgt oftmals schon nach kurzer Zeit das Aus: Knapp ein Drittel der neu gegründeten Unternehmen erleiden bereits nach den ersten drei Jahren eine Bruchlandung und rutschen in die Insolvenz.

"Im Eifer des Gefechts werden Planung und Kalkulation oft unterschätzt. Wenn spätestens im dritten Jahr die Voraus- und Nachzahlungen für Steuer und Sozialversicherung fällig werden, dann ist es mit der Gründereuphorie schnell vorbei", so Johannes Nejedlik, Vorstand des Kreditschutzverband (KSV) von 1870. Eine fundierte Beratung und ein gut durchdachter Businessplan seien deshalb das Um und Auf, um das Bestehen des Unternehmens über die ersten Jahre hinaus zu sichern.

Der wirtschaftliche Abschwung scheint viele potenzielle Jungunternehmer von einer Unternehmensgründung abzuhalten: Im Jahr 2008 wurden 29.536 Unternehmen gegründet und damit 768 weniger als noch 2007. Knapp 80 Prozent der Neugründungen im vergangenen Jahr waren Einzelunternehmen, der Rest fiel auf sogenannte protokollierte Unternehmen wie AG, GmbH, KEG usw. Auch im ersten Halbjahr 2009 ist die Zahl der Gründungen um 6 Prozent auf 15.231 zurückgegangen.

Insolvenzenrate bleibt stabil
Doch obwohl es 2008 weniger Neugründungen gab als im Jahr davor, ist die Zahl der Insolvenzen mit 6.315 Fällen annähernd auf dem Niveau von 2007 geblieben, wo es lediglich 20 Pleiten weniger gab. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 verzeichnete der KSV insgesamt 3.471 Unternehmensinsolvenzen, um satte 10 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2008.

Aus der KSV-Studie über den Zeitraum 1999 bis 2008 geht hervor, dass die Unternehmensneugründungen bis 2005 - abgesehen von einer geringfügigen Schwankung im Jahr 2002 - kontinuierlich zugenommen haben. Die Zahl der Insolvenzen entwickelte sich von 1999 bis 2001 rückläufig, stieg dann aber bis zum Jahr 2005 auf den Höchstwert von 7.056 Fällen an.
(apa/red)

18.8.2009 14:14
allesw, 18. 08. '09 16:32
die fehler liegen am anfang
und an zuwenig eigenkapital.habe 10 jahre eine firma gehabt ,schon 20 jahre nicht mehr und nach einem konkurs eines kunden,sowas kannst du nur erraten ,nicht wissen habe ich aufgegeben .muss aber nicht jedem passieren ,kein risiko keine freude
Vasant, 18. 08. '09 17:38
Re: die fehler liegen am anfang
Also wenn du nach einem Konkurs von einem Kunden
aufgeben mußtest, dann kann dein "Geschäft" sowieso
nicht wirklich gut gelaufen sein, denn bei richtiger
Planung mußt du auch leider davon ausgehen, dass
nicht jeder Kunde zahlen kann bzw. will.

Viele Jungunternehmer gehen nicht wegen zu wenig
Aufträgen in Konkurs, sondern weil sie die Zahlungen
für ihre Leistungen nicht prüfen bzw. erhalten, aber
das steht komischerweise nicht in dem Bericht hier!?

Gerade in Zeiten einer Krise gibt es viele neue
Möglichkeiten und Wege, die einem hilfreich sein
können um wirklich Erfolg zu haben, da bereits
bestehende Strukturen ja die Krise ausgelöst haben
und nur ein Dummer würde so wie bisher weitermachen!


Meine Meinung!
Vasant, 18. 08. '09 15:49
Kein Wunder!
Viele gründen einfach, weil sie ans große Geld glauben
ohne jeglichem Wissen, Kontakten, Netzwerken, Ideen etc.

Und dann kommt das große Staunen, weil keiner anruft
und sein Geld loswerden will ... von Nichts kommt halt
auch Nichts;)

Lange bevor man gründet, sollte man wenigstens schon
Perspektiven haben, am Boden der Realität bleiben und
diesen Schritt mehr als nur einmal genau überlegen!

Nicht jeder der Lotto spielt, macht einen Sechser;)