Montag, 24. August 2009

Ivanschitz blüht bei Mainz richtig auf: Sieg mit Tor vs. Bayern als vorläufiger Höhepunkt

  • Wechsel nach Deutschland hat sich bezahlt gemacht
  • Ex-Kapitän gibt kein Kommentar zu Team-Comeback

Der Wechsel von Andreas Ivanschitz zum deutschen Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 scheint sich als Glückstreffer zu entpuppen. In den ersten beiden Liga-Partien trat der Ex-ÖFB-Teamkapitän bereits zwei Mal als Assistgeber in Erscheinung, ehe der vorläufige Höhepunkt folgte. Die Mainzer besiegten den großen FC Bayern mit 2:1 und Ivanschitz trug mit seinem Treffer zum 1:0 das Seine zum sensationellen Erfolg bei.

Bei seinem Premieren-Tor in der deutschen Bundesliga durfte sich der Mittelfeldspieler auch beim Münchner Goalie Michael Rensing bedanken, der seinen haltbaren Schuss passieren ließ. "Sicher war es ein Tormannfehler, aber das war mir egal. Ich habe nur gesehen, dass der Ball im Tor ist und habe mich riesig gefreut", schilderte der 25-Jährige.

"Alles ist aufgegangen"
Trotz der tatkräftigen Mithilfe von Rensing sei der Treffer kein Zufallsprodukt gewesen. "Das war ein Spielzug, den wir in dieser Woche oft geübt haben", betonte Ivanschitz. "Alles, was wir in dieser Woche trainiert und besprochen haben, ist aufgegangen. In der ersten Hälfte haben wir ein tolles Spiel abgeliefert, und dass wir gegen die Bayern in der zweiten Hälfte unter Druck kommen, ist normal", meinte der Burgenländer.

In der Karnevalstadt war nach dem Triumph Partystimmung angesagt. "Und wir müssen jetzt schauen, dass diese Euphorie so lange wie möglich anhält", forderte Ivanschitz. Trotz fünf Punkten aus den ersten drei Partien habe sich am großen Ziel aber nichts geändert. "Wir wollen unbedingt den Klassenerhalt schaffen und dürfen uns jetzt nicht zu sicher fühlen. Es sind erst drei Runden gespielt, die Saison dauert noch lange."

In körperlicher Top-Verfassung
Geht es nach Ivanschitz, dann sollte er im Verlauf dieses Spieljahres immer besser in Schuss kommen. Derzeit fühlt sich der 49-fache Internationale, der kein Liga-Match über die volle Distanz absolvierte, körperlich noch nicht in absoluter Top-Verfassung. "Aber für mich ist jedes Spiel enorm wichtig. Und gegen die Bayern habe ich gemerkt, dass ich schon um einiges weiter bin als noch vor zwei oder drei Wochen."

Ob seine bisher bei Mainz gezeigten Leistungen für ein Comeback im Nationalteam reichen, wollte Ivanschitz nicht beurteilen. "Zu diesem Thema werde ich mich nicht mehr äußern. Für den Kader ist der Teamchef verantwortlich", betonte der frühere Panathinaikos-Kicker, der nach eigenen Angaben noch keinen Kontakt mit Dietmar Constantini hatte. Der Tiroler gibt sein Aufgebot für die WM-Qualifikationspartien gegen die Färöer (5. September in Graz) und gegen Rumänien (9. September in Bukarest) am kommenden Dienstag bekannt.

"Elf des Tages"
Nicht nur "Bild am Sonntag", sondern auch der "kicker" stellte den Österreicher in die "Elf des Tages". Der Burgenländer erhielt vom deutschen Fußball-Fachmagazin die Note "Zwei".

Der frühere ÖFB-Kapitän zählte damit gemeinsam seinem Mittelfeldkollegen Miroslav Karhan und Stürmer Aristide Bance zu den besten Spielern auf dem Platz. Nur ein Mann überstrahlte dieses Trio vor 20.300 begeisterten Zuschauern in Mainz. Torhüter Heinz Müller avancierte mit seinen Paraden zum "Spieler des Spiels" und zum "Mann des Tages".

(apa/red)

24.8.2009 10:05