Nächster Weltrekord für Gold-Sprinter Bolt:
Unterbietet eigenen Weltrekord über 200 m
- 2. Goldmedaille für Jamaikaner in 19,19 Sekunden
- Äußere Bedingungen begünstigten Superstar nicht

Supersprinter Usain Bolt hat sich einen Tag vor seinem 23. Geburtstag seine zweite WM-Goldmedaille mit Weltrekord gesichert. In 19,19 Sekunden unterbot der Jamaikaner, der bereits über 100 m in der Fabelzeit von 9,58 die anderen Finalisten zu Statisten degradiert hatte, in Berlin seinen eigenen Weltrekord über 200 m um 11/100 Sekunden.
Silber ging an Alonso Edward aus Panama in 19,81 Sekunden vor dem US-Amerikaner Wallace Spearmon (USA/19,85). Bei seinem Olympiasieg im Vorjahr in Peking hatte Bolt in 19,30 Sekunden den zwölf Jahre alten Weltrekord des US-Amerikaners Michael Johnson (19,32/Olympia 1996 in Atlanta) ausgelöscht. Wie damals war auch diesmal die Leistung des Superstars aus der Karibik nicht von den äußeren Bedingungen begünstigt, da er die neue Topzeit bei einem leichten Gegenwind von 0,3 m/s erzielte.
"Ich dachte mir, es wird schon nicht wehtun, es zu versuchen, und so bin ich gelaufen und habe alles gegeben, nun bin ich wirklich müde", erklärte Bolt. "Ich habe es versucht, ich bin gestorben. Es war kein gutes Rennen, muss ich sagen, aber es war ein schnelles", fügte er hinzu. Und weiter: "Zahlen interessieren mich eigentlich nicht. Ich komme auf die Bahn und laufe schnell und alles andere kommt dann." US-Legende Michael Johnson hatte gegenüber BBC analysiert: "Die Kurve war unglaublich. Niemand ist jemals so eine Kurve gelaufen und wahrscheinlich wird es auch kein anderer schaffen."
Gold für Kroatin im Hochsprung
Die Kroatin Blanca Vlasic hat den Hochsprung mit 2,04 m gewonnen. Die Titelverteidigerin verwies die Russin Anna Tschitscherowa (2,02) und die Deutsche Ariane Friedrich (2,02) auf die weiteren Medaillenränge. Vlasic versuchte sich am Ende noch an der Weltrekordhöhe von 2,10 m, scheiterte jedoch dreimal.
(apa/red)
