Gelungenes Debüt von Gerhard Mayer:
Niederösterreicher Achter im Diskuswerfen
- ÖLV-Athlet gelingt in Berlin Weite von 63,17 Meter
- Trainer Högler trägt großen Anteil an seinem Erfolg

Die Finalqualifikation der Top Zwölf war bereits ein großer Erfolg gewesen, dass es Diskuswerfer Gerhard Mayer bei den 12. Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin dann auch noch in den Endkampf der besten Acht schafft, damit durfte niemand rechnen. Der 29-jährige Niederösterreicher, der sich als erster ÖLV-Athlet in dieser Disziplin eine Startberechtigung bei Welttitelkämpfen erkämpft hat, freute sich bei seinem Debüt über einen hervorragenden achten Rang. Gold ging an den Berliner Robert Harting (69,43 m).
Der HSZ-Soldat Mayer hatte in der Qualifikation den elften Platz belegt und sich im Finale nochmals gesteigert, als Siebenter stieg er nach 62,16 und 60,49 Metern mit 63,17 im letzten der drei Versuche auf, wurde in den weiteren drei Durchgängen (60,83, zweimal ungültig) schließlich aber noch vom Ungarn Zoltan Kovago überholt.
Großen Anteil am Erfolg des Universiade-Goldmedaillengewinners von Bangkok 2007 hat auch Trainer Gregor Högler, der ehemalige Speerwerfer ist in den Anfängen der Zusammenarbeit mit Mayer zur "Nachhilfe" zu Weltrekordler Jürgen Schult nach Deutschland gefahren und hat die Ratschläge gerne angenommen. " Seit zwei Jahren habe ich auch eine richtige eigene Meinung fürs Diskuswerfen, obwohl ich selber nie geworfen habe", sagte Högler.
In Mayers Heimatort Franzensdorf haben Trainer und Athlet dann in einem Feld Wurfkreise gegossen, im Winter wird in einer Scheune und einer Halle am sportlichen Weiterkommen gearbeitet. Auf Trainingsgeräten, die Högler selbst gebaut und in seiner aktiven Karriere verwendet hat.
Mayer sorgte wie schon bei den Olympischen Spielen vor einem Jahr in Peking (18.) für die mit Abstand beste Platzierung eines Österreichers bei einem Großereignis. Speerwerferin Elisabeth Pauer war als 30. in der Qualifikation gescheitert, 100-m-Sprinter Ryan Moseley schied in Runde eins aus und wurde 58., Zehnkämpfer Roland Schwarzl zog sich in der ersten Disziplin eine Muskelfaserverletzung zu und gab auf. (apa/red)
