Rapid mit Goldtor gegen Aston Villa - 1:0: Jelavic schoss Traumtor nach 16 Sekunden
- Hütteldorfer überraschten Engländer mit Heimsieg
- Mit gestählter Brust zum Rückspiel nach Birmingham

·Ein denkwürdiger Europacup-Abend
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Nachspielzeit kostet nur zehn Veilchen den Sieg
Rapid Wien hat mit einer sehr starken Leistung im Hanappi-Stadion Aston Villa mit 1:0 besiegt und damit gute Chancen, im 15. Versuch als erste österreichische Mannschaft ein K.o.-Duell mit einem englischen Team zu gewinnen. Nikica Jelavic sorgte im Hinspiel der vierten Qualifikationsrunde für die Europa League mit dem schnellsten Tor in Rapids Europacupgeschichte schon nach 16 Sekunden für den Endstand. Österreichs Vizemeister reist damit mit guten Chancen zum Rückspiel am kommenden Donnerstag nach Birmingham.
Die erste Überraschung hatte Aston-Villa-Coach Martin O'Neill schon vor Anpfiff zu bieten: Sowohl Stammgoalie Brad Friedel, als auch Stürmerstar Gabriel Agbonlahor sowie Mittelfeldmotor Stiliyan Petrov nahmen zunächst nur auf der Ersatzbank Platz, John Carew schien krankheitsbedingt gar nicht im Kader auf. Emil Heskey blieb die einzige Spitze. O'Neills Gegenüber Peter Pacult beendete Spekulationen über eine Solospitze und vertraute dem klassischen 4-4-2-System mit Jelavic und Konrad im Angriff.
Paukenschlag zu Beginn
Das Match begann mit einem wahren Paukenschlag. Nur 16 Sekunden nach Anpfiff brachte Nikica Jelavic die 17.800 Zuseher im ausverkauften Hanappi-Stadion zum Jubeln. Einen weiten Abschlag von Jürgen Patocka brachte Mario Konrad zu Christopher Drazan, der mit einer Flanke von links Jelavic ideal bediente. Dessen Gegenspieler Curtis Davies rutschte aus und der Kroate köpfelte unbedrängt zum schnellsten Tor in Rapids Europacup-Geschichte ein. Marek Kincl hatte 2005 gegen Club Brügge in der Champions League nach 25 Sekunden getroffen.
Danach versuchten die Engländer das Spiel an sich zu ziehen, die Rapid-Abwehr hatte aber die Offensivabteilung - das Prunkstück der "Villians" um Heskey, James Milner und Ashley Young - stets im Griff. Lediglich ein Freistoß von Nigel Reo-Coker (3.) und ein Schuss von Heskey (38.), der Patocka stehen ließ, strichen knapp an der Stange vorbei. Dazu musste in der 29. Minute Markus Katzer vor Milner klären, der nach einem Querpass von Nicky Shorey einschussbereit zu Stelle gewesen wäre.
Rapid nimmt Heft in die Hand
Doch auch Österreichs Vizemeister versteckte sich nicht und zeigte gegen den Sechsten der abgelaufenen Premier-League-Saison die beste Halbzeit der noch jungen Saison. Kapitän Steffen Hofmann prüfte nach Doppelpass mit Jelavic in Minute 32 Gäste-Keeper Bradley Guzan. Angetrieben vom lautstarken Publikum waren es alle voran immer wieder Hofmann und der erst 18-jährige Drazan, die versuchten, das Heft in die Hand zu nehmen und mehrmals nur durch Fouls gestoppt werden konnten.
Nach Seitenwechsel drückten die Gäste immer mehr aufs Tempo, große Chancen blieben aber weiterhin Fehlanzeige. Shorey traf in der 57. Minute mit einem abgefälschten Schuss nur das Außennetz, ein Kopfball von Davies (63.) und ein Schuss vom Young (65.), dem besten Engländer, verfehlten ebenfalls ihr Ziel. Mit der Einwechslung von Christopher Trimmel für Mario Konrad und der taktischen Umstellung auf ein 4-5-1-System war dann plötzlich Rapid wieder dem 2:0 näher.
Bei zwei Chancen von Drazan blieb den Heimischen der Torjubel im Hals stecken. Zunächst zeichnete sich Guzan mit einer Fußabwehr aus (68.), danach rettete Davies vor der Linie für seinen bereits geschlagenen Schlussmann. In der 94. Minute blieb den Rapid-Fans bei einem Hofmann-Schuss, der knapp am Pfosten vorbeischrammte, noch einmal der Torjubel im Hals stecken.
(apa/red)
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