An alte Europacup-Erfolge anschließen:
Sturm Graz trifft auf Milliardärsklub Charkow
- Ukrainischer Verein mit finanziellen Möglichkeiten
- Foda glaubt an 50:50: "So wie vor jedem Spiel"
·Geschichte muss geschrieben werden
Rapid erhofft gegen Aston
Villa historischen Sieg
·Wenig namhaft, aber äußerst unbequem
Austria muss Metallurg Donezk überwinden
·UEFA Europa-League:
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Sturm Graz hat den größten Erfolg im Europacup seit den glanzvollen Champions-League-Zeiten im Visier. Die Steirer wollen heute (19.15 Uhr/live auf NEWS.at) mit einem Heimsieg gegen den ukrainischen Club Metallist Charkow die Basis für den Aufstieg in die Gruppenphase der Europa League legen, was knapp drei Jahre nach dem Konkurs die Rückkehr auf eine große europäische Fußball-Bühne bedeuten würde.
Für Trainer Franco Foda wäre ein Weiterkommen gegen den UEFA-Cup-Achtelfinalisten des Vorjahres sogar noch höher einzuschätzen als die drei Champions-League-Saisonen, in denen er selbst als Spieler mit von der Partie war. "Es wäre eine größere Sensation, weil der Club damals andere Möglichkeiten hatte. Damals gab es lauter erfahrene Spieler, sechs über 30 und viele Top-Kicker. Jetzt haben wir zwei, drei erfahrene Spieler, der Rest sind Junge", betonte der Deutsche.
Mit Mario Haas (Haarriss im Wadenbein) muss Foda auf einen Routinier verzichten, zudem erlitt Mario Kienzl ebenfalls im Cup in St. Johann einen Kreuzbandriss. "Wir hätten sie gern dabei gehabt, aber damit muss man leben." Immerhin steht mit Manuel Weber und Daniel Beichler zumindest halbwegs adäquater Ersatz parat. "Das ist ein Zeichen, dass wir in dieser Saison in der Breite besser aufgestellt sind als letztes Jahr. Aber so einen Spieler wie Haas mit seiner Schnelligkeit kann man nicht eins zu eins ersetzen", erklärte der Coach.
"Das ist ein Spitzenclub"
Foda informierte sich genau über den UEFA-Cup-Achtelfinalisten 2008/09 und Dritten der vergangenen ukrainischen Meisterschaft. "Das ist ein Spitzenclub, gespickt mit tollen Ausländern und riesigen Möglichkeiten, was das Budget betrifft." Dennoch schätzt der 43-Jährige die Chancen von Sturm auf 50:50, "so wie vor jedem Spiel".
Optimistisch stimmen den Deutschen die beim Studium des Gegners ausgemachten Schwächen, die wohl im Defensivbereich liegen. "Wir werden unsere Chancen bekommen und müssen die eine oder andere nützen", forderte Foda, der sich einen Sieg wünscht. "Das wäre sehr positiv, denn wir sind auch auswärts immer für ein Tor gut."
Keine Angst vor dem Scheitern
Doch selbst bei einem Ausscheiden würde die Welt der in dieser Saison in acht Pflichtspielen (sieben Siege, ein Remis) unbesiegten "Blackies" nicht zusammenbrechen. "Unser Ziel war es, die zweite Qualifikationsrunde zu überstehen, jetzt sind wir in der vierten Runde. Wir wollen zwar unbedingt in die Gruppenphase, aber wenn es nicht klappt, haben wir trotzdem eine gute Europacup-Saison gespielt", sagte Foda.
Angesichts der finanziellen Möglichkeiten der Ukrainer, die mit zwei Siegen gegen HNK Rijeka in die vierte und letzte Quali-Runde aufgestiegen sind, wäre ein Scheitern tatsächlich keine Schande. Metallist Charkow ist im Besitz des Milliardärs Alexander Jaroslawski, der seit Anfang 2008 über die auf Infrastrukturbau spezialisierte "Strabag Ukraine AG" mit Hans-Peter Haselsteiner und dessen russischem Partner Oleg Deripaska zusammenarbeitet.
Sturm Graz - Metallist Charkow:
(UPC-Arena, 19.15 Uhr, SR Eric Braamhaar/NED)
Sturm: Gratzei - Lamotte, Schildenfeld, Sonnleitner, Kandelaki - Hölzl, Weber, Hlinka, Jantscher - Muratovic, Beichler
Ersatz: Lukse - Feldhofer, Prettenthaler, S. Foda, Bukva, Tauschmann, Hassler
Es fehlen: Haas, Kienzl (beide verletzt)
Charkow: Goriajnow - Maidana, Obradovic, Gueye, Pschenitschnich - Eremenko, Olijnik, Edmar, Schelajew - Lisenko, Devic
Ersatz: Baschan - Selin, Beresowtschuk, Fredes, Barilko, Zeze, Trisovic
Es fehlt: Valjajew (gesperrt)
(apa/red)
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