Freitag, 21. August 2009

Rubin Okotie ist ein gefragter Mann:
Austria sollte Vertrag rasch verlängern

  • Teamstürmer wäre im Sommer ablösefrei zu haben
  • Angeblich hat Chievo Verona Interesse am Stürmer

Rubin Okotie könnte schon bald ein gefragter Mann sein. Mit fünf Treffern in Europacup und Bundesliga hat sich der 22-Jährige in dieser Saison als bisher gefährlichster Austria-Akteur erwiesen. Doch nicht nur das macht den ÖFB-Teamstürmer für internationale Fußball-Clubs interessant. Ab Sommer 2010 ist Okotie ablösefrei zu haben. Dies sollte Grund genug für die Austria sein, den Vertrag mit dem Torjäger ehestmöglich zu verlängern.

Diesbezügliche Gespräche werden laut den Verantwortlichen auch geführt. "Es werden laufend Gespräche geführt. Aber natürlich ist das eine Angelegenheit, die von beiden Seiten aus klappen muss", bestätigte Sport-Vorstand Thomas Parits Verhandlungen. Eine Intensivierung der Gespräche sei in den vergangenen Wochen aber nicht erfolgt, dies sein "ein normales Prozedere".

Okotie selbst winkt Transferspekulationen ab. "Darüber mache ich mir im Moment keine Gedanken. Ein Wechsel kommt nur dann in Frage, wenn alles passt", betont Austrias Paradestürmer fortwährend. Dass er aber auch im Ausland hoch im Kurs steht, dürfte Okotie bewusst sein. Die "Gazzetta dello Sport" berichtete bereits vom Interesse von Chievo Verona.

Unglücklicher Schiemer-Weggang
Die Austria wäre im Fall eines ablösefreien Abschieds von Okotie ein doppelt gebranntes Kind. Bereits in der vergangenen Saison rutschte der Austria ein Spieler durch die Finger. Trotz heftiger Bemühungen vonseiten der Wiener verließ Teamverteidiger Franz Schiemer die Favoritner im Sommer Richtung Meister Salzburg - freilich ohne Ablöse, nachdem sein Vertrag ausgelaufen war.

"Bei Schiemer war es so, dass ein Angebot vorlag, sich der Spieler aber anders entschieden hat. So ist das Geschäft. Natürlich sind wir bestrebt, dass sich das nicht noch einmal wiederholt", meinte Wirtschafts-Vorstand Markus Kraetschmer.

Entscheidend könnte sein, ob die Austria die Hürde Metallurg Donezk meistert und in die Europa-League-Gruppenphase einzieht. Eine Entscheidung fällt nächsten Donnerstag in Wien, die internationale Transferzeit endet vier Tage später (31.8.). Sollte ein Transfer von Okotie noch im August über die Bühne gehen, würde bei den Violetten natürlich Handlungsbedarf herrschen.

Roland Linz?
Über einen möglichen Ersatzmann für Okotie wollen sich die Austria-Verantwortlichen aber noch nicht den Kopf zerbrechen. "Wenn sich in unserem Angriff aber noch etwas tut, muss man sicherlich reagieren", meinte Parits lapidar. Mit der Austria in Verbindung gebracht wurde in Österreichs Gazetten in den vergangenen Wochen auch Ex-Austrianer Roland Linz. Der in Portugal engagierte Steirer erklärte aber erst unlängst: "Das ist derzeit kein Thema".

Fakt bleibt, dass die Austria mit Okotie (noch) gutes Geld verdienen könnte. Trotzdem herrscht bei den Violetten kein verstärkter Drang, den Stürmer auch im Fall des Scheiterns im Europacup gewinnbringend zu verkaufen. "Ich kann nur betonen, dass es von beiden Seiten aus passen muss", meinte Kraetschmer. "Es gehören auch immer zwei dazu, einen Transfer abzuwickeln."
(apa/red)

21.8.2009 15:59