"Als hätte ich den Jackpot geknackt": Für Luca Badoer erfüllt sich ein Kindheitstraum
- Testpilot fuhr in 50 GP-Rennen noch keinen Punkt ein
- Kritik an Lauda-Sager: "Er redet von allen schlecht"

·"Badoer hat eine einzigartige Chance"
Montezemolo will den Testfahrer unterstützen
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Grosjean übernimmt
das Cockpit von Piquet
Ferrari-Ersatzmann Luca Badoer fiebert seinem Debüt als Pilot an der Seite von Kimi Räikkönen entgegen. "Ferraris Auftrag ist für mich, als hätte ich den Super-Jackpot geknackt. Hätte ich die Wahl zwischen dem Lotto-Jackpot (der in Italien ein Rekordhoch von 144 Mio. Euro erreicht hat/Anm.) und Ferrari, würde ich sofort die Formel 1 wählen. Schon als Kind wollte ich Ferrari-Pilot werden und jetzt bin ich der glücklichste Pilot der Welt", sagte der 38-Jährige im Interview mit der italienischen Sporttageszeitung "La Gazzetta dello Sport".
Badoer wies Medienkritik zurück, dass er lediglich Erfahrung als Testpilot habe. "Ich habe stets die Entwicklung des F60 verfolgt. Ich habe niemals das physische Training abgebrochen, da ich als dritter Pilot laut Vertrag stets einsatzbereit sein muss", sagte Badoer, der in bisher 50 Grand Prix für kleinere Rennställe noch keinen einzigen WM-Punkt geholt hat - Negativrekord in der Königsklasse. Sein bisher letztes Rennen hatte Badoer 1999 für Minardi bestritten.
Von der Kritik von Ex-Weltmeister Niki Lauda, der Badoer als "Katastrophe" für Ferrari bezeichnet hatte, ließ sich der aus Montebelluna in Norditalien stammende Pilot nicht einschüchtern. "Lauda redet von allen schlecht. Es hätte mich gewundert, wenn er etwas Positives gesagt hätte. Ich bin kein Debütant und auch die Dauer des Rennens macht mir keine Sorgen. Die Tests haben mich daran gewöhnt, zwei Rennen pro Tag zu bestreiten", versicherte Badoer.
(apa/red)
