BMW-Ausstieg gibt Anlass zur Hoffnung:
Klien glaubt an eine Zukunft in der Formel 1
- Vorarlberger möchte Platz in einem der neuen Teams
- Anfragen gab es schon während der laufenden Saison

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Der Österreicher Christian Klien glaubt auch nach dem für Saisonende angekündigten Ausstieg von BMW aus der Formel 1 an seine eigene Formel-1-Zukunft. Der 26-Jährige ist weiterhin als Test- und Ersatzfahrer für BMW-Sauber im Einsatz, hält sich für die kommende Saison aber mehrere Optionen offen - darunter vorzugsweise jenes Team in Hinwil in der Schweiz, das aus dem BMW-Verkauf hervorgehen könnte.
"Anfragen gab es schon während der laufenden Saison. Speziell die neuen Teams sind natürlich an Fahrern mit Erfahrung und Perspektive interessiert", erklärte Klien. Mit Campos Racing, Manor F1 und USF1 versuchen sich 2010 drei neue Teams in der Formel 1. Erste Wahl des Vorarlbergers, der zurück ins Renncockpit will, wäre allerdings das Team aus Hinwil, wo Sauber schon vor der BMW-Ära (ab 2006) mit geringen Ressourcen erfolgreiche Autos gebaut hatte.
"Bei all dem menschlichen Kapital und der Infrastruktur in Hinwil sehe ich keinen Grund, warum man nicht 2010 wieder ein erfolgreiches Auto bauen kann", sagte Klien. Als Beispiel nannte der 47-fache Grand-Prix-Starter das Team Brawn GP, das im Winter aus dem Honda-Werksteam hervorgegangen war und derzeit mit Jenson Button den WM-Führenden stellt. Bei Brawn hatte sich der Verkauf allerdings bis Februar hingezogen. Das soll in Hinwil vermieden werden.
"Wir sind alle Wettkampftypen"
Der Zusammenhalt im Rennstall sei laut Klien auch nach Bekanntwerden des BMW-Ausstiegs ungebrochen. "Da sind Leute am Werk, die durch und durch Racer sind und für das Team leben", betonte Klien. Er selbst war nach dem Anruf von BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen sofort nach Hinwil gereist. "Zunächst waren wir mal alle geschockt. Aber wir sind alle Wettkampftypen. Und daher musst du wie ein Boxer sofort wieder aufstehen, wenn du einen Tiefschlag erlebt hast", so der Vorarlberger.
(apa/red)
