Rätselraten um "Arctic Sea" geht weiter:
War der Frachter nie wirklich verschollen?
- NATO soll Weg des Schiffs immer gekannt haben
- Bericht: "Wir haben uns bewusst rausgehalten"
·Waffenladungen auf
"Arctic Sea" vermutet
Entführer und Besatzung in Moskau einvernommen
·Besatzung der Arctic Sea wird nun verhört
Russland fordert Pläne gegen Piraterie-Boom
·GRAFIK: Die ganze Irrfahrt des Frachters
Ursprüngliche Route und Fundort der "Arctic Sea"

Die Entführung der "Arctic Sea" wird immer mysteriöser. Laut einem jüngsten Bericht war der Frachter gar nie verschollen! Wie die "süddeutsche Zeitung" berichtet, hat die NATO entgegen offiziellen Verlautbarungen immer gewusst, wo sich die "Arctic Sea" befindet.
"Man hat seinen Weg durch den Ärmelkanal, durch die Biskaya und vor der portugiesischen Küste permanent verfolgt", zitierte die "SZ" aus NATO-Kreisen. Die russische Regierung, heiße es bei der NATO, habe jedoch von Anfang an darauf bestanden, das Problem selbst zu lösen. "Da haben wir uns bewusst rausgehalten. Sonst hätte es mächtige Verwicklungen gegeben", hieß es dem Bericht zufolge in den Kreisen.
Die russische Fregatte "Ladny" hat den Frachter vor dem Inselstaat Kap Verde entdeckt. Marinesoldaten nahmen acht mutmaßliche Entführer fest. Gegen sie wurde Haftbefehl erlassen. Die "Artic Sea" war am 21. Juli mit 15 Besatzungsmitgliedern in Finnland aufgebrochen und sollte am 4. August in Algerien eintreffen. Den letzten Funkkontakt gab es am 28. Juli im Ärmelkanal. Vier Tage zuvor war die Besatzung nach eigenen Angaben vor der Küste von Schweden überfallen worden.
(apa/red)
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