Sonntag, 23. August 2009

"Bill" bedroht Obamas Feriendomizil: Hurrikan bewegt sich auf die US-Ostküste zu

  • Warnung vor einer "äußerst gefährlicher" Brandung
  • Leicht abgeschwächt: "Bill" hat nur noch Stufe 2

Auf seinem Zug über den Atlantik hat Hurrikan "Bill" Kurs auf das Feriendomizil der US-Präsidentenfamilie vor der Ostküste der USA genommen. Das Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) der USA warnt vor einer "äußerst gefährlichen" Brandung für ein riesiges Gebiet, das die Bahamas, die Bermuda-Inseln, die Dominikanische Republik und Puerto Rico umfasste. Der Hurrikan bewegte sich derweil in Richtung der schicken US-Ostküsteninsel Martha's Vineyard, auf der US-Präsident Barack Obama und seine Familie heute zu einem einwöchigen Urlaub eintreffen sollten.

Das Hurrikan-Zentrum stufte "Bill" derweil von Stufe drei auf Stufe zwei zurück: Dies bedeutet, dass zwar große Sachschäden drohen, dass er aber anders als ein Sturm der Stufe drei voraussichtlich keine Häuser zerstören würde. Für Samstag wurde ein Durchzug des Sturms zwischen den Bermuda-Inseln und der US-Ostküste erwartet.

In der Dominikanischen Republik meldeten die Behörden bis zu drei Meter hohe Wellen wegen "Bill". Die Inselgruppe Bermuda schloss vorsorglich den Internationalen Flughafen L.F. Wade - allerdings dürfte der Sturm dort nicht direkt auf Land treffen. Die Bootsbesitzer in Martha's Vineyard sicherten derweil ihre Yachten. Der Vize-Hafenmeister sagte, die Telefone liefen wegen Fragen zum Hurrikan heiß. Auf dem Ozean seien die Wellen bereits rund viereinhalb Meer hoch. Vor der kanadischen Ostküste brachte der Ölkonzern Exxon Mobil 200 Arbeiter einer Bohrinsel in Sicherheit.

Samstagfrüh um 2.00 Uhr (MESZ) befand sich das Auge des Sturms dem NHC zufolge gut 300 Kilometer südwestlich der Bermuda-Inseln und knapp tausend Kilometer östlich-südöstlich der US-Küste von Cape Hatteras im Bundesstaat North Carolina. Der Sturm bewegte sich mit rund 32 Kilometern pro Stunde Richtung Nordwesten.

(apa/red)

23.8.2009 07:14