Freitag, 21. August 2009

Neuer Anlauf im endlosen Nahostkonflikt:
Obama verlangt Zugeständnisse von allen

  • Alle Beteiligten sollen eigene Vorschläge machen
  • Arabische Staaten wollen nicht den ersten Schritt tun

US-Präsident Obama nimmt einen neuen Anlauf, Nahost-Friedensverhandlungen in die Wege zu leiten. Nach Gesprächen mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak und dem jordanischen König Abdullah rief er die Israelis, die Palästinenser und die arabischen Staaten zur Vorbereitung von Zugeständnissen zur Beilegung des Konflikts auf. Bisher hatten sich beide Seiten geweigert, den ersten Schritt zu machen.

Die Beteiligten sollten parallel Vorschläge unterbreiten, um die Voraussetzung für erfolgreiche Friedensverhandlungen zu schaffen, sagte Obamas Sprecher. Die US-Regierung nannte keine Einzelheiten. Das Präsidialamt kündigte aber eine weitere Nahost-Reise des Sonderbeauftragten Mitchell an, der in den kommenden Wochen mit allen Beteiligten über die endgültige Fassung der Maßnahmen als Grundlage für Friedensgespräche verhandeln soll.

Die arabischen Staaten haben sich zuletzt gegen Obamas Forderung gewehrt, Verhandlungen durch Gesten des guten Willens in die Wege zu leiten. Aus ihrer Sicht muss Israel den ersten Schritt tun. Israel verlangt wiederum vor eigenen Zugeständnissen ein Entgegenkommen der Palästinenser und arabischer Staaten. Mubarak war am Dienstag zu Gesprächen bei Obama. Mit dem jordanischen König führte der US-Präsident ein Telefonat. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu reist nächste Woche zu Beratungen mit der deutschen Bundeskanzlerin Merkel nach Berlin.
(apa/red)

21.8.2009 07:33