Sonntag, 23. August 2009

Heinz Fischer nicht als SPÖ/ÖVP-Kandidat: Kaltenegger erteilt Faymann eine Abfuhr

  • Bundeskanzler wollte einen gemeinsamen Kandidaten
  • ÖVP: Fischer nicht geeignet wegen "roter Brille"

Bundeskanzler Faymann hat offenbar Hoffnung, dass die ÖVP doch noch auf einen eigenen Kandidaten für die Bundespräsidenten-Wahl 2010 verzichtet. Er wünsche sich Amtsinhaber Heinz Fischer als "gemeinsamen Kandidaten", sagte Faymann. Er sei fest davon überzeugt, dass die Menschen über die Parteigrenzen hinaus Fischer wählen würden, so der Kanzler.

Für ihn ist Fischer das "Idealbild" eines Bundespräsidenten, sagte Faymann gegenüber Ö3. Und das ohne die Leistungen des als ÖVP-Kandidaten gehandelten Landeshauptmanns Erwin Pröll "schlecht reden zu wollen". Fischer habe eine "verbindliche und verbindende" Art und wenn man so jemanden habe, "braucht man nicht weiter zu suchen".

Klare Absage an Faymann
ÖVP-Generalsekretär Kaltenegger hat dem Wunsch nach einem gemeinsamen Koalitions-Kandidaten für die Bundespräsidenten-Wahl eine klare Absage erteilt. "Heinz Fischer ist sicher kein ÖVP-Kandidat. Er kommt aus dem Herzen der SPÖ und hat sich immer wieder in den entscheidenden politischen Debatten durch die rote Brille geäußert", bekräftigte Kaltenegger in einer Aussendung am Sonntag seine Position. Gleichzeitig forderte er den Bundespräsidenten auf, die Bevölkerung nicht länger im Unklaren lassen, was seine Wiederkandidatur betrifft.

In der Ortstafel-Frage bekräftigte Faymann, eine Lösung mit breitem Konsens in Kärnten anzustreben. Das sei vielleicht der landwierigere Weg, er wolle aber alle Seiten einbeziehen. Die Zahl der zweisprachigen Ortsschilder sei dabei nicht entscheidend. (apa/red)

23.8.2009 15:25
sidestep, 24. 08. '09 14:48
Weg mit dem Amt
Zu aller erst möchte ich sagen, dass das Amt des BP völlig überflüssig ist und abgeschafft gehört. Wird dies nicht getan, dann finde ich es absolut in Ordnung, wenn es mehrere Kandidaten gibt. Fischer ist ein "Einebner" und "Bauchpinsler" der nicht in der Lage ist, dann, wenn es einmal angebracht sein würde, die notwendigen harten Worte zu finden. Dieses auf dem Bauch liegen und Anbiedern an andere Länder oder deren politische Vertreter nennt er dann Diplomatie! Deshalb werde ich den Gegenkandidaten, wer immer es ist, wählen.