Samstag, 22. August 2009

Schwere Unwetter wüten über Steiermark: Zum Teil erhebliche Schäden entstanden

  • Mehrere Autos sind im Schlamm stecken geblieben
  • Feuerwehr im Einsatz: Zwei Brände nach Blitzschlag

In der Nacht ist wieder ein schweres Unwetter über die Obersteiermark gezogen. In den Bezirken Judenburg, Knittelfeld und im Raum Graz enstanden erhebliche Schäden. Keller und Unterführungen wurden überflutet und mussten von den Freiwilligen Feuerwehren ausgepumpt werden, sieben Personen blieben in ihren Autos im Schlamm einer Mure stecken. Bei zwei Bränden nach Blitzschlägen entstand hoher Sachschaden.

Das Unwetter begann in den Abendstunden und dauerte an einigen Stellen bis nach Mitternacht. In Gai in der Gemeinde Trofaiach im Bezirk Leoben stand ein Wirtschaftsgebäude in Vollbrand, die Freiwilligen Feuerwehren dämmten die Flammen ein. In der Grazer Flurgasse geriet eine aufgelassene Tischlerei vermutlich durch den Blitzeinschlag in Brand. Einsatzleiter Heimo Krajnz konnte mit seinen Männern den Vollbrand aber in kürzester Zeit unter Kontrolle bringen und gegen Mitternacht "Brand aus" melden.

Bei dem Unwetter im Bereich der Gemeinden St. Georgen ob Judenburg und Unzmarkt rutschten Erdmassen ab, in der Folge wurde die Friesacherstraße (B317) im Ortsgebiet von St. Georgen teilweise bis zur Beton-Mittelwand mit Schlamm und Geröll verlegt. Sieben Pkw mit Insassen blieben stecken und mußten von den Einsatzkräften - Polizei und Feuerwehr - aus ihren Fahrzeugen geborgen werden. Die Richtungsfahrbahn Wien war bis auf weiteres unpassierbar. Es wurde auf der Richtungsfahrbahn Klagenfurt ein Fahrstreifen für wechselweisen Verkehr eingerichtet. Umleitungsmöglichkeiten gibt es derzeit nur großräumig über den Obdacher - und Perchauersattel bzw. Kärnten.

(apa/red)

22.8.2009 10:30