Samstag, 22. August 2009

Vom Festival-Geher zum Gefangenen: Hunderte Leute am Westbahnhof eingesperrt

  • Sonderzug traf ein, aber der Bahnhof war geschlossen
  • Mehrere Menschen bei "Fluchtversuchen" verletzt

Vom Festival-Geher zum Gefangenen: Am Wiener Westbahnhof waren hunderte Passagiere eingesperrt, nachdem in der Nacht ein Sonderzug vom Frequency-Festival aus St. Pölten eingetroffen war. Die Tore in der Bahnhofshalle waren aber allesamt schon verriegelt und die Passagiere konnten nicht ins Freie. Gudrun Czapka von der ÖBB-Personenverkehr AG bestätigte den Vorfall: "Wir müssen uns in aller Form bei den Gästen entschuldigen."

Der Sonderzug war laut "Kurier" kurz nach 2.30 Uhr in den derzeit im Umbau befindlichen Westbahnhof eingefahren, die Menschen standen vor verschlossenen Ausgangstüren. Schließlich seien einige über ein eineinhalb Meter hohes Eisentor ins Freie geklettert; ein paar seien dabei zu Sturz gekommen und hätten sich leicht verletzt, so der "Kurier". Ein Security-Mitarbeiter sei nach rund einer halben Stunde durch die Bahnhofsvorhalle "geschlendert" und habe die Ausgänge dann aufgesperrt.

"Es war ein menschlicher Fehler", sagte Czapka. Der Zug sei einer von insgesamt 24 Sonderzügen, die man rund um das "Frequency" führe, es sei auch bekanntgewesen, dass er in der Nacht ankommen würde: "Es gibt täglich eine Bahnhofsverfügung, die rund 30 Seiten umfasst und mitteilt, was sich an diesem Tag alles ereignet", so die Sprecherin. Der Diensthabende habe aber leider die Information über die Ankunft überlesen.

Als der Zug eingefahren sei, habe der Fahrdienstleiter seine Durchsagen gemacht und sei dann wieder an die Arbeit gegangen - nur aus dem betroffenen Zimmer hatte er keine Sicht auf die eingeschlossenen Passagiere. Erst, als er Lärm vernahm, alarmierte der Fahrdienstleiter laut Czapka Security-Mitarbeiter, die am Gelände unterwegs waren. "Das darf nicht noch einmal passieren, wir müssen uns entschuldigen", so die ÖBB-Mitarbeiterin.

(apa/red)

22.8.2009 09:07
sidestep, 22. 08. '09 11:18
Wie oft eigentlich noch
Die ÖBB gibt sich wieder einmal zerknirscht und entschuldigt sich! Wie oft eigentlich noch? Ich warte noch immer auf eine Entschuldigung als ich am 16.08.2009 von Villach nach Bregenz und am 17.08.2009 wieder zurück gefahren bin, dabei 5 Züge benützt habe und nicht einer dabei war, der keine Verspätung hatte! Bei den fünf Zügen waren sogar zwei, die 20 Minuten und mehr Verspätung hatten, die anderen zwischen 5 und 12 Minuten. Dabei habe ich natürlich Anschlusszüge versäumt und einen wichtigen Termin in Bregenz nicht einhalten können. Macht ja nichts wird sich die Bahn sagen. Wir sind wir! Das alles für einen Preis von 105,80.-Euro! Das sind in guten alten Schillingen 1455,83.-ATS. Aber das macht ja auch nichts. Wär ich doch mit dem Auto gefahren. Das ist billiger und auch noch verlässlich.
sidestep, 22. 08. '09 11:43
Re: Wie oft eigentlich noch
Ach ja, da stand doch was von reinen "Bahnsinn" im Format und man meinte damit das immer größer werdende Finanzloch der Bahn. Ja bei solchen Leistungen wie oben angeführt, wundert mich das nicht - Sie schon von den Bundesbahnen? Macht aber wieder nichts, weil der Steuerzahler, den ihr verspätet - wenn überhaupt - an den Ort seiner Wahl bringt, "brennt" ohnehin alles. Ich nicht mehr! Ich fahr in Zukunft wieder mit meinem Auto. Da weiß ich wenigstens, dass ich pünktlich ankomme!