Die Akte "Natascha Kampusch" - ungelöst:
Jetzt bricht Priklopils Freund das Schweigen
- NEWS-Exklusiv-Talk: "Verdächtigungen sind absurd"
- "Habe ein reines Gewissen - und nichts zu verbergen"

·GRAFIK: Grundriss von Kampuschs Verlies
Klo, Bett und Schränke auf winzigstem Raum
·Kampusch: Komplize oder nicht Komplize?
Kommission bespricht
"offene Fragen" zum Fall
·Natascha Kampusch jetzt in Lebensgefahr?
Ex-OGH-Chef fürchtet Angriff durch Mittäter
·NEWS: Wann lässt
er Natascha in Ruhe?
Adamovich legt nach: 'Mir
platzt gleich der Kragen'
Und die Spekulationen hören nicht auf. Hatte Wolfgang Priklopil Mittäter? Werden diese von Natascha gedeckt? Gibt es eine Geheimakte Kampusch? Verschwörungstheoretiker, Nataschas Vater, Hobby- und echte Detektive, sogar einige Fahnder und nicht zuletzt die Adamovich-Kommission jene Experten, die mit der Evaluierung der Causa betraut sind glauben, dass die Lösung des Kriminalrätsels eine andere sein muss als zunächst kolportiert.
Es gäbe Hinweise, dass die Entführung des Mädchens nicht das Werk eines Einzelnen, sondern vielmehr das einer Organisation gewesen sei; und Beweise für ebendiese Thesen würden unter Verschluss gehalten behaupten nun all jene, die eine Aufrollung des Falles forden. Ihre Theorie: Priklopil habe sein Opfer bereits im Vorfeld des Kidnappings gekannt;Und Natascha Kampusch, die mehr wisse, als sie sage, befände sich in Lebensgefahr. Erklärte Ludwig Adamovich gar kürzlich in Interviews.
Im Interview mit NEWS spricht Ernst H., der Freund von Priklopil, jetzt erstmals über die Verdächtigungen und nimmt Stellung zu den neuen Ermittlungen.
NEWS: Herr Adamovich spricht von möglichen Mittätern im Fall Kampusch
Ernst H.: Der Abschlussbericht der Evaluierungskommission wurde im Juni 2008 fertiggestellt. Was ich nicht verstehe: Warum tritt Adamovich erst mehr als ein Jahr später mit Verdächtigungen und Spekulationen über ein angebliches Gefahrenpotenzial für Frau Kampusch an die Öffentlichkeit?
NEWS: Die Auswirkungen dieser Aussagen auf Sie?
Ernst H.: Sind belastend da ja bekannt ist, dass ich mit Priklopil befreundet war. Doch ich habe ein reines Gewissen.
NEWS: Warum jedoch, denken Sie, wird Ihr Name immer wieder in dem Fall genannt?
Ernst H.: Ich war der letzte Mensch, der Priklopil lebend gesehen hat. Daher wurde ich mehrmals von den Ermittlern vernommen, aber konnte alle Fragen, die an mich gestellt wurden, wahrheitsgemäß-schlüssig beantworten. Und selbstverständlich stehe ich jederzeit für neuerliche Befragungen zur Verfügung. Eben weil ich nichts zu verbergen habe.
NEWS: Ihre Erinnerungen an Priklopil?
Ernst H.: Ich war eine der wenigen Personen, die mit ihm engeren Kontakt hatten. Priklopil ist ja ein extremer Einzelgänger gewesen und hat sich niemals irgendwem wirklich anvertraut. Dadurch, dass wir in der gleichen Firma eine Lehre gemacht hatten und dann mehr als zwanzig Jahre zusammenarbeiteten, kannten wir uns natürlich etwas besser. Dachte ich zumindest früher
Martina Prewein
Alle Gerüchte und Fakten rund um den Fall Kampusch und das Interview mit Nataschas Vater lesen Sie im NEWS 34/09!
Paketfunde in Kanada10:02
Pornostar als Killer?29-jähriger Luka Magnotta soll Bekanntschaft ermordet, zerstückelt und verschickt haben
Caritas-Konferenz13:25
Eine Milliarde hungertSituation ist wegen Dürre und Nahrungsmangel in Afrika am schlimmmsten
