Immer weniger Neo-Österreicher: Zahl der
Einbürgerungen war im Halbjahr rückläufig
- 4.243 Menschen wurde Staatsbürgerschaft verliehen
- Meiste Einbürgerungen für Serben, Bosnien & Türkei

·Deutsche Migranten
bevölkern Österreich
Zuwanderung war im
Vorjahr insgesamt stabil
·Acht Tage lang zu Unrecht in Schubhaft
21-jähriger Österreicher beinahe abgeschoben
Die Zahl der Einbürgerungen bleibt weiterhin stark rückläufig. Im ersten Halbjahr wurde an insgesamt 4.243 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen, das sind laut aktueller Zahlen der Statistik Austria um 25,5 Prozent weniger als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres.
In den Jahren 2003 bis 2006 waren die Einbürgerungszahlen noch vier bis fünf Mal so hoch, im März 2006 ist jedoch die Novelle zum Staatsbürgerschaftsgesetz in Kraft getreten, die den Erwerb der Staatsbürgerschaft an strengere Voraussetzungen knüpfte.
In fast allen Bundesländern wurden von Jänner bis Juni 2009 weniger Einbürgerungsbescheide ausgestellt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Nur im Burgenland wurden mit 91 um 39 bzw. 75 Prozent mehr österreichische Staatsbürgerschaften als im ersten Halbjahr 2008 verliehen.
Spitzenreiter Serbien
An insgesamt 792 Personen wurde im ersten Halbjahr 2009 die Staatsbürgerschaft wegen eines mindestens zehnjährigen Wohnsitzes in Österreich verliehen. Nach mindestens vier- bzw. sechsjährigem Wohnsitz und aus weiteren besonders berücksichtigungswürdigen Gründen erhielten 743 Personen die Staatsbürgerschaft. Aufgrund der Ehe mit einer Österreicherin oder mit einem Österreicher wurden insgesamt 348 Personen eingebürgert, weitere 494 Personen aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes und nachhaltiger Integration. Unter dem Titel "Erstreckung der Verleihung" erhielten 1.425 Ehegatten und Kinder die österreichische Staatsbürgerschaft.
Insgesamt 38,9 Prozent der eingebürgerten Personen wurden bereits in Österreich geboren, die restlichen 61,1 Prozent im Ausland. Unter den insgesamt 99 Ländern der bisherigen Staatsangehörigkeit war Serbien mit 968 Eingebürgerten absoluter Spitzenreiter. Aus Bosnien-Herzegowina kamen 771, aus der Türkei 681 und aus Kroatien 223 Neo-Österreicher.
(apa/red)
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