Groteske um BIA-Beamten und seinen
Vater: Zwei Autos und nur ein Kennzeichen
- NEWS: Betrug wurde bei Radar-Messung aufgedeckt
- Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungsverfahren ein

Das Nachrichtenmagazin NEWS veröffentlicht in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe Akten zu einem grotesken Verfahren, in dessen Mittelpunkt ein ehemaliger Bezirkshauptmann und sein Sohn, der Anti-Korruptionsermittler des BIA war, stehen.
Am 1. Januar 2009 waren zwei Fahrzeuge hintereinander ins Radar gefahren: Ein Mercedes und ein Fiat. Beide Autos hatten dasselbe Kennzeichen: GS 10 EC. An einem Fahrzeug war das Nummernschild mit dem blauen EU-Emblem fotografiert worden, am zweiten Fahrzeug ohne das blaue EU-Emblem.
Zulassungsbesitzer des Kennzeichens war der frühere Bezirkshauptmann Dr. Michael P. Fahrer des zweiten Wagens soll sein Sohn, zum damaligen Zeitpunkt Ermittler bei der Anti-Korruptionspolizei BIA, gewesen sein.
Altes Kennzeichen behalten
Bei den Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Senior im Jahr 2004 ein "neues" Kennzeichen mit EU-Emblem von der Zulassungsstelle ausgehändigt bekam. Das alte Kennzeichen - ohne EU-Emblem - sei laut Zulassungsstelle damals "verschrottet" worden (was offensichtlich nicht der Fall war).
Die zuständige Behörde entschied sich im Frühjahr erst nach einigem Hin und Her, die Staatsanwaltschaft einzuschalten. Der frühere Bezirkshauptmann wurde wegen des Verdachts des Amtsmissbrauches angezeigt. Interessanterweise wird in der Anzeige auf den Fahrer des zweiten KfZ nicht eingegangen. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren prompt ein.
Noch mehr pikante Details zur Betrugs-Affäre lesen Sie im NEWS 34/09!
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