Urlaub bei Freunden: Markus R. Leeb
über südliche Tourismusprofis
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Ein Kärntner in Wien hat es mitunter nicht leicht. Vor allem wenn man Freunde hat, die gerade vom Kärnten-Urlaub retour kommen. Da kriegen wir Kärntner was zu hören: vom Charme der 70er, der um den Wörthersee mieft, von Hoteliers, die um Mitternacht lieber schlafen gehen als Umsatz zu machen, von fehlender Infrastruktur. Dabei hat Kärnten vor allem abseits der Vorzugslagen Hotels, die für mich zu den Besten zählen: der Hochschober, die von Gerhard Stroiz und Siggi Neuschitzer ins Leben gerufenen Kinderhotels, das Tuffbad Dörfl im Lesachtal, um nur einige zu nennen. Diesen Highlights steht leider eine lausige Vermarktung gegenüber. Die Homepage der dafür zuständigen Marketingorganisation (www.touris.kaernten.at) ist ein Bild des Grauens: Klickt man das Unternehmen Kärnten Werbung an, lacht einem ein Bärtiger mit Brille entgegen, ohne Hinweis, ob man da jetzt den Kärntner des Jahres zu sehen kriegt oder sonst wen. Der Bereich Kärnten Card ist leider noch in Arbeit wir haben ja erst August. Noch peinlicher ist der Download der Unternehmensstruktur, die wohl meine neunjährige Tochter eindrucksvoller malen kann. Aber interessant: Diesem Organigramm nach gibt es dort noch eine EM-Projektgruppe. Ach ja, einen neuen Chef suchen die auch. Warum wohl?
