Das klingt nach mehr: Heinz Sichrovsky über Pereiras ersten Sommer
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W ährend sich in Salzburg das Entsetzen über den verweichenden Festspielsommer in Melancholie zu verwandeln und die Hoffnung auf einen besseren nächsten zu qualifizieren beginnt, konzentriert sich das Interesse auf 2012. Da übernimmt Alexander Pereira, und Menschen mit Grundneugier haben schon seine Skizzen und Absichten erkundet. Was da Kontur anzunehmen beginnt, ist ein künstlerisch erstklassiger, intellektuell anregender und doch publikumsgängiger Sommer: eine neue Zauberflöte unter Harnoncourt, für die sich Pereira Tobias Moretti als Regisseur wünscht; La Bohème unter Daniele Gatti mit Anna Netrebko und Piotr Beczala; Bernd Alois Zimmermanns Soldaten, ein Hauptwerk der klassischen Moderne, unter Metzmacher. Dazu planen Pereira und Theaterchef Sven-Eric Bechtolf, der auch inszenieren soll, spartenübergreifend Hofmannsthals Schauspiel Der Bürger als Edelmann in der Urfassung mit der Richard-Strauss-Oper Ariadne auf Naxos als Einlage. Emily Magee, Jonas Kaufmann und Diana Damrau sollen singen. Pereira wünscht sich Welser-Möst am Pult, doch der kann auf Anfrage seine Mitwirkung noch nicht bestätigen. Insgesamt das Konzept eines kundigen Connaisseurs, der Noten mit Köpfen zu machen weiß.
