Sonntag, 16. August 2009

Dunkle Wolken über Urlaub in Österreich: Schweinegrippe & Krise schaden Tourismus

  • Nächtigungen und Umsätze beinahe überall rückläufig
  • Touristiker beklagen Bevorzugung billiger Quartiere

Wirtschaftskrise, Schweinegrippe und das Hochwasser im Juli trüben die Bilanz der heimischen Touristiker in der bisherigen Sommersaison. Die Umsätze und Nächtigungen sind nahezu überall rückläufig, einzig das Burgenland vermeldet bis jetzt positive Ergebnisse. Für die gesamte Sommersaison wird mit einem Umsatzrückgang von 4 Prozent gerechnet.

Im Städtetourismus waren die Folgen der weltweiten Rezession und der neuen Grippe besonders deutlich: Die Bundeshauptstadt Wien verbuchte im ersten Halbjahr 2009 einen Rückgang von 7,1 Prozent und kam auf 4,3 Millionen Nächtigungen. Entscheidender Faktor für den weiteren Verlauf des Sommers sei das Wetter, so Tourismus-Obmann Hans Schenner.

Generell kann gesagt werden, dass die Österreicher wegen der Wirtschaftskrise nicht auf ihren Sommerurlaub verzichten. Wohl aber bemerken Touristiker in manchen Bundesländern den Trend, dass Feriengäste günstigere Quartiere bevorzugen und in Ferienwohnungen, Appartements oder Privatzimmer übernachten. Für "Vollblut-Touristiker" ist das keine erfreuliche Entwicklung, weil das Service, ein Grundstein des Tourismus, bei diesen Übernachtungsmöglichkeiten wegfällt, meinte Peter Zellmann vom Institut für Freizeit- und Tourismusforschung. (apa/red)

16.8.2009 14:44
Ulf01, 16. 08. '09 17:45
Vielleicht führt ein Rückgang zu mehr Leistung
womit die Krise durchaus auch etwas Positives hätte. Wenn man bedenkt, dass man in mehreren südeuropäischen Ländern eine Woche all inclusive sogar unter 500 Euro (inklusive Flug) in einem Viersternhotel bekommt, sollte das bei geringfügig höheren Löhnen des Personals in Österreich (wo ja die Flugkosten wegfallen) wohl auch möglich sein. Was hier für Getränke verlangt wird ist ein Verbrechen!
Maika, 16. 08. '09 18:30
Re: Vielleicht führt ein Rückgang zu mehr Leistung
Im kleinstrukturierten Privatzimmerbetrieb wird sich noch sehr um den Gast gekümmert.Ich rede jetzt von der Region Neusiedlersee.
Wo ich Ihnen Recht gebe ist, daß die Getränke in den Lokalen sehr ins Geld gehen, vor allem wenn man mit Kindern unterwegs ist. Ein Gspritzter kostet von 1,20 bis 1,90 (je nachdem wo man ihn trinkt. Im Haubenlokal wird er auch mehr kosten)
eine Limo ab 2.-€ da stimmt doch was nicht!
Vasant, 16. 08. '09 13:09
Tourismus leidet unter Politik und Werbung!
Also wenn man im Ausland mit Pinguinen in Verbindung
gebracht wird, dann klingt die Schweinegrippe wie eine
"billige Ausrede";)

Mich wundert es nur, dass die Österreich Werbung nicht
auch mit Vulkanen für Österreich wirbt!?

Und wenn nun an jeder Ecke ein Wellness- oder
Gesundheitshotel aufmacht, weil jeder ein Stück
vom Kuchen will, dann ist das verwirrend und für
den Tourismus sicherlich auch nicht sehr hilfreich!

In Anbetracht der Wirtschaftskrise finde ich persönlich
einen Umsatzrückgang von -4% eigentlich auch nicht
wirklich beunruhigend! Da haben andere Länder wie
Spanien (Anschläge etc.) sicher mit mehr Verlusten
zu rechnen.

Und wozu sind wir bei der EU? Sollen die doch das
Minus durch einen Teil unserer sauteuren Zahlungen
re-finanzieren!


Meine Meinung!