Was hat VW denn morgen Abend geplant?
Konzern will mit Porsche die Weltherrschaft
- Nummer eins der Automobilindustrie erklärtes Ziel
- Einstieg der Qatar Holding bei VW ist bereits perfekt

·Porsche heiratet
in VW-Familie ein
Aufsichtsräte sagen "Ja" zu schrittweisem Einstieg
·Ein Übernahmepoker
ist zu Ende gegangen
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Porsche-VW in Etappen
·Österreicher kaufen wie verrückt Autos
Zulassungen explodierten
im Juli um 44 Prozent
Chicago war gestern - die Welt von morgen gehört Wolfsburg. Das zumindest sieht die Zukunftsvision der Volkswagen-Führung vor. Gemeinsam mit dem einverleibten Porsche-Konzern will man nichts weniger, als die Spitze der weltweiten Automobilindustrie zu erobern und Toyota vom Thron stoßen. "Der Konzern hat sicher das Zeug dazu, die Nummer Eins zu werden", sagte VW-Chef Martin Winterkorn in Wolfsburg. Der Konzern habe eine beispiellose Modellpalette, globale Präsenz und höchste Technologiekompetenz.
Der Einstieg des Scheichtums Katar bei VW und Porsche ist indes perfekt. Die Beteiligungsgesellschaft Qatar Holding soll zehn Prozent der Stammaktien der Holding-Gesellschaft Porsche SE aus dem Besitz der Familiengesellschafter erwerben. Die Familien Piech und Porsche blieben größter VW-Aktionär, sagte Winterkorn. Am Donnerstag hatten VW und Porsche eine Grundlagenvereinbarung geschlossen.
Volkswagen bleibt nach den Worten von Finanzchef Hans Dieter Pötsch nach dem Einstieg bei Porsche "finanziell und strategisch voll handlungsfähig". Pötsch sagte am Freitag in Wolfsburg: "Wir wissen, worauf wir uns einlassen." Porsche werde die Ertragskraft des VW-Konzerns deutlich stärken. Das operative Ergebnis werde jährlich um 700 Mio. Euro steigen.
Die Synergien entsprechen laut Pötsch einem Barwert von 3 Mrd. Euro. "Porsche und VW machen einen großen Schritt in Richtung Weltspitze." Die Verhandlungen über den Erwerb von VW-Optionen, die Porsche hält, durch das Emirat Katar seien "weit gediehen".
(apa/red)

