Donnerstag, 13. August 2009

Deutschland gebietet der Rezession Einhalt:
Wirtschaft wächst erstmals seit einem Jahr

  • BIP hat im zweiten Quartal um 0,3 Prozent zugelegt
  • Privater und staatlicher Konsum sorgen für Impulse

Die Rezession in Deutschland ist im zweiten Quartal 2009 gestoppt: Nach dem rasanten Absturz der deutschen Wirtschaft seit Anfang 2008 legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Zeitraum April bis Juni überraschend um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu. Damit wurde zum ersten Mal seit der Januar bis März-Periode 2008 wieder Wirtschaftswachstum registriert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Gegenüber dem Vorjahresquartal ging das BIP allerdings preisbereinigt um 7,1 Prozent zurück.

Im ersten Quartal 2009 war die Wirtschaft tief in die Rezession gestürzt: Das Bruttoinlandsprodukt sank in den ersten drei Monaten 2009 um 3,5 Prozent (revidiert) im Vergleich zum Vorquartal. Das war der größte Rückgang seit Beginn der Berechnung amtlicher Quartalsergebnisse im Jahr 1970.

Wie die Statistiker in Wiesbaden weiter berichteten, haben der private und der staatliche Konsum sowie die Bauinvestitionen für positive Impulse im Vergleich zu den ersten drei Monaten 2009 gesorgt. Sogar von der Exportseite gab es noch einen Beitrag, weil "die preisbereinigten Importe erheblich stärker zurückgegangen sind als die Exporte", wie das Bundesamt weiter mitteilte. Negative Einflüsse habe es dagegen durch den Abbau der Lagerbestände gegeben.
(apa/red)

13.8.2009 10:34