Wolfsburg zeigt Bayern vor, wie es geht:
Meister spielt auch in neuer Saison groß auf
- Van Gaal startet genau so schwach wie Klinsmann
- Köln steckt bereits nach zwei Spielen tief in der Krise

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Glanz, Gloria und fußballerische Perfektion sind in der jungen Bundesligasaison in Deutschland noch rare Güter. Der Meister vermittelt sie schon, der Rekord-Titelträger aus München kann es noch nicht. Zwei Spiele, zwei Punkte - Louis van Gaals Bayern starteten mit der gleichen schwachen Bilanz in die Spielzeit wie vor einem Jahr mit Jürgen Klinsmann. Das Maximum bilanziert der VfL Wolfsburg. Zwei Partien und sechs Zähler sind ein klares Signal für die Konkurrenz: Armin Veh und seine Mannschaft wollen mehr, einmal ist keinmal.
"Wir wollten sechs Punkte nach zwei Spielen. Jetzt haben wir zwei. Wir haben vier Punkte verschenkt, die müssen wir wieder aufholen" - nicht nur Torschütze Mario Gomez hatte sich das Heimdebüt des neuen Bayern-Trainers Louis van Gaal beim 1:1 gegen Werder Bremen anders vorgestellt. "Van Gaal auch nicht besser als Klinsi", titelte "Bild am Sonntag".
Der ehemalige Bayern-Coach Ottmar Hitzfeld blieb sachlicher: "Van Gaal wird sich durchsetzen. Er weiß, wie man Meister wird", kommentierte Hitzfeld im TV-Sender Sky das Geschehen, das sich trotz der Rückkehr von Franck Ribery in das Bayern-Team anders darstellte als die höchst abwechslungs- und torreichen Begegnungen in Stuttgart und Hamburg. Bei den Bremern, die untypischerweise sehr defensiv angetreten waren, fehlte Sebastian Prödl gesperrt, Martin Harnik saß nur auf der Bank.
Köln schon in der Krise
Der FC Köln ist bereits nach zwei Runden in der Krise. Zwei Versuche, zwei Pleiten, zwei Eigentore - die Warnungen Lukas Podolskis sind gerechtfertigt. Für den 10-Millionen-Euro-Rückkehrer ("Es wird eine schwere Saison") war alles für die große Party angerichtet. 48.000 Zuschauer hießen ihren Liebling zu dessen Bundesliga-Comeback als "Geißbock" willkommen. Doch beim 1:3 verdarben die Wolfsburger Edin Dzeko und Obafemi Martins sowie ein Eigentor von Pierre Wome Podolski die Stimmung. 1:0 geführt, passabel gespielt, aber verloren, auch weil der Protagonist das 2:0 vergab. "Das ist nicht nur für mich bitter, sondern für das ganze Team", sagte Podolski.
Aufsteiger Freiburg steckt wie Hoffenheim, das mit Andreas Ibertsberger in Leverkusen 0:1 unterlag, Hannover oder Nürnberg (1:1 in Frankfurt) unten drin. Der ehemalige ÖFB-Kapitän Andreas Ivanschitz hatte beim 1:1 des FSV Mainz 05 in Hannover ein persönliches Erfolgserlebnis - er bereitete den Führungstreffer der Mainzer vor.
(apa/red)
