Samstag, 15. August 2009

Bammer sorgt für wahre Tennis-Sensation: Oberösterreicherin besiegt Serena Williams!

  • Zwei-Sätze-Sieg im Achtelfinale: 7:5, 6:4 reichen aus

Die Oberösterreicherin Sybille Bammer ist gegen Tennis-Ass Serena Williams weiter unbesiegt. Die 29-Jährige gewann beim WTA-Turnier in Cincinnati auch das zweite Duell mit der US-Amerikanerin, und das mit 7:5,6:4 zudem ohne Satzverlust. Den ersten Sieg über die heurige Triumphatorin bei den Australian Open und in Wimbledon hatte Bammer im Jänner 2007 in Hobart in drei Durchgängen gefeiert.

Für die Williams-Geschwister und ihre Landsleute auf den Rängen war es ein schwarzer Donnerstag, hatte doch zuvor die nun schon seit 14 Spielen en suite unbesiegte Italienerin Flavia Pennetta gegen Serena-Schwester Venus gewonnen. Bammer benötigte für ihren Erfolg 95 Minuten, breakte ihre Gegnerin insgesamt drei Mal. Bammers Service war freilich optimierbar, sie beging sieben Doppelfehler.

Die Taktik gegen die jüngere des Williams-Duos passte allerdings. "Ich habe nur versucht, in die Rallies zu kommen und sie spielen zu lassen. Das hat funktioniert", erklärte Österreichs Nummer eins. "Ich war vor dem Match schon sehr nervös." Wieder am Court war Tochter Tina, die Achtjährige war unmittelbar nach der Partie beim Court-Interview für die Zuschauer auch gleich an der Seite ihrer Mutter. Bammer: "Dieser Sieg ist einer der besten meiner Karriere."

Die Ottensheimerin hatte im Verlauf des ersten Satzes vier Breakbälle ungenutzt lassen, ehe sie ihren fünften zur 6:5-Führung nutzte. Danach servierte die Weltranglisten-29. zum 7:5 aus. Im zweiten Durchgang stürmte Bammer auf 5:2 davon, Williams bäumte sich aber noch einmal auf und verkürzte auf 4:5. Ihre zweite Chance bei eigenem Aufschlag zum Siegpunkt ließ die zweifache Siegerin von WTA-Turnieren freilich nicht mehr aus.

Serena hat Halsweh
Serena Williams schrieb die Niederlage weniger Bammers Spiel als vielmehr ihren Schwächen zu. "Ich hätte heute gegen jeden verloren", sagte die an einer Halsentzündung leidende 27-Jährige. "Ich war definitiv nicht so fit wie normal und habe niemals in meinem Leben schlechter gespielt. Ich habe so viele unerzwungene Fehler gemacht."

(apa/red)

15.8.2009 12:51