Flüchtlingsrettung in letzter Sekunde:
115 Menschen aus sinkendem Boot befreit
- Transport befand sich nur 30 Kilometer vor Malta
- Fischer meldeten Vorfall rechtzeitig der Küstenwache
·Flüchtlingsdrama vor
der libyschen Küste
Nach Schiffbruch werden
300 Menschen vermisst
·Hunderte Flüchtlinge verlieren ihr Leben
GRAFIK: Hier kam es zum Drama im Mittelmeer
·Asylanträge nahmen
im Vorjahr wieder zu
Flüchtlinge aus dem Irak
bilden größte Gruppe

Aus einem sinkenden Boot hat die Marine von Malta 115 Flüchtlinge aus Afrika gerettet und in das kleine EU-Land gebracht. Es ist der erste Fall von Bootsflüchtlingen in den Gewässern um Malta seit mehreren Wochen. Die 81 Männer und 34 Frauen seien rund 30 Kilometer südlich der Mittelmeerinsel von Fischern entdeckt worden.
Die Fischer hätten sie der Marine gemeldet, teilten die maltesischen Behörden mit. Drei maltesische Patrouillenboote hätten die Menschen letztlich in Sicherheit gebracht. Bei den Flüchtlingen handelt es sich nach deren eigenen Angaben um Somalier, die von Libyen aus die gefährliche Flucht auf dem Seeweg nach Europa angetreten hätten. Einige der Menschen waren seekrank, als sie aufgegriffen wurden.
In den letzten Wochen waren keine Fälle von Menschenhandel zwischen Afrika und Malta bekannt geworden. Ein Boot mit 84 Flüchtlingen war Anfang der Woche gesichtet und von der italienischen Marine zurückgeschickt worden. An Bord des Bootes war ein Baby geboren, das zusammen mit seiner Mutter in ein Krankenhaus auf Malta gebracht worden war. (apa/red)
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