Burma lässt US-Bürger John Yettaw frei:
Verurteilter Amerikaner darf aus Land reisen
- Ursprünglich zu sieben Jahren Haft verurteilt worden
- Senator Webb dankte der burmesischen Regierung

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Das burmesische Militärregime hat den zu sieben Jahren Haft verurteilten US-Bürger John Yettaw freigelassen und des Landes verwiesen. Yettaw wurde in Rangun der US-Botschaft übergeben. Gemeinsam mit dem demokratischen Senator von Virginia, Jim Webb, der bei Junta-Führer General Than Shwe die Freilassung des Mormonen erwirkt hatte, flog der 53-Jährige nach Bangkok.
Webb dankte der burmesischen Regierung vor dem Abflug. Er betonte, dass er bei seinem Treffen mit Than Shwe am Samstag auch die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi gefordert habe. "Aber es scheint da ein paar Hindernisse vor einer Einigung zu geben", sagte der US-Politiker.
Webb, der den für Ostasien und den Pazifik zuständigen Senatsausschuss leitet und allgemein als enger Vertrauter von Präsident Obama angesehen wird, war als erster US-Politiker mit General Than Shwe seit dessen Machtübernahme 1992 sowie mit Suu Kyi, der unter Hausarrest stehenden Vorsitzenden der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), zusammengetroffen. Die burmesische Demokratiebewegung kritisierte die Aufwertung der Militärdiktatur durch den Besuch des Senators. Mit Sicherheit würde beim burmesischen Volk ein negativer Eindruck zurückbleiben, sagte Aung Din von der US-Kampagne für Demokratie in Burma. "Sie (die Burmesen) werden denken, dass Diktatoren die Amerikaner leicht zufriedenstellen können, wenn diese nur ihre Staatsbürger freibekommen." Der als geistig verwirrt geltende Yettaw, der unter anderem an Epilepsie und Herzproblemen leiden soll, war im Mai über den Inla-See in Rangun zu Suu Kyis Villa geschwommen und wurde wegen Hausfriedensbruchs, Eindringens in ein Sperrgebiet und Verstoßes gegen die Einreisebestimmungen verurteilt.
(apa/red)
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