Rekord-Jackpot unter Beschuss: Politik und Kirche wollen Lotto-Fieber jetzt stoppen
- Katholisches Magazin: Jackpot "unmoralisch hoch"
- Kirche: "Ganze Familien sind von der Sucht ergriffen"

Das Lotto-Fieber stößt nicht bei jedem auf Verständnis: Kirche und Politiker wollen dem "Superenalotto" jetzt Grenzen setzen.
Der Bischof der süditalienischen Stadt Lecce, Cosmo Ruppi, warnte, dass das Lotto-Fieber für viele Italiener bereits zu einer Sucht geworden sei, die sofort mit allen Mitteln bekämpft werden müsse.
Jackpot "unmoralisch hoch"
Alarm schlägt auch das katholische Wochenmagazin "Famiglia Cristiana". In Krisenzeiten sei es normal, dass Menschen ihr Glück versuchen, die Gefahr sei aber, dass ganze Familien von der Sucht ergriffen werden und somit ihr Finanzen gefährden. Das Jackpot habe bereits eine "unmoralische" Höhe erreicht.
Politiker wollen Grenzen setzen
Auch die Politik überlegt, dem Jackpot der Träume Grenzen zu setzen. "Die italienischen Staatskassen profitieren vom Lottofieber der Italiener. Vom Jackpot profitieren aber nur sehr wenige Menschen. Es ist daher besser, dem Gewinn eine Grenze zu setzen und dafür die Preise für die Spielteilnehmer zu erhöhen, die nur vier Nummern erraten haben", schlug ein Parlamentarier der oppositionellen Demokratischen Partei vor.
Politiker der regierenden Mitte-rechts-Allianz meinten, es wäre besser, dass der Super-Jackpot dem Gewinner in Raten ausgezahlt werde. Man vermeide somit, dass der Sieger mit einer enormen Geldsumme regelrecht überflutet werde.
(apa/red)
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